Bayer 04 Leverkusen: Joel Pohjanpalo hat sich für die Saison viel vorgenommen

Stürmer von Bayer 04 arbeitet an Comeback : Joel Pohjanpalo hat sich für die Saison viel vorgenommen

Die vergangenen rund 13 Monate waren nicht einfach für den 24-jährigen Finnen. Eine Durchblutungsstörung im Sprunggelenk hätte ihn beinahe seine Karriere gekostet. Nun arbeitet er hart an seiner Rückkehr auf die Fußballbühne.

Sonnengebräunt, athletisch und offenbar guter Laune – Joel Pohjanpalo sieht derzeit aus wie nach einem langen Urlaub. Dabei hat der 24-Jährige nicht nur eine der anstrengendsten Sommerpausen hinter sich, sondern auch eine sehr lange Leidenszeit ohne Fußball. Sein letztes Spiel für die Werkself bestritt der Finne im März 2018 gegen den 1.FC Köln. Seitdem stieg der FC einmal ab, wieder auf – und Bayer erreichte Europa- sowie Champions League. Pohjanpalo arbeitete derweil an seinem Comeback.

Dafür legte er Sonderschichten ein. „Ich habe nach dem Saisonende noch eine Woche hier gearbeitet und war bei der Nationalelf. In Finnland war zudem ein Privattrainer bei mir und dann bin ich eine Woche vor den anderen wieder ins Training eingestiegen“, beschreibt der Stürmer seine Sommerpause. Zuvor legte ihn eine Durchblutungsstörung im Sprunggelenk flach, zeitweise bangte der Skandinavier gar um seine Karriere. „Es braucht immer etwas Zeit, bis man wieder so ist wie vor der Verletzung“, sagt er. Nun sei er auf dem besten Weg dorthin.

Doch bei der Werkself muss sich der beim Publikum beliebte Angreifer zunächst hinten anstellen. Kevin Volland und Lucas Alario warben zuletzt mich Nachdruck für sich, die Planstelle in der Zentrale der Angriffsreihe scheint besetzt. „Es sind viele Spiele bis Weihnachten und du weißt nicht, ob sich jemand verletzt“, sagt Pohjanpalo aus bitterer Erfahrung. „Die Konkurrenz ist da, aber das ist immer gut. Das bringt auch Lucas und Kevin weiter“, ist er überzeugt.

Die Ziele sind bei Bayer hoch gesteckt. Das betont auch der Rekonvaleszent. „So lange wie möglich in der Champions League bleiben, unter die Top vier kommen und den Pokal gewinnen“, formuliert Pohjanpalo. Er weiß, dass mehr Spiele auch für ihn die Chancen auf Einsatzzeit erhöhen: „Der eine spielt vielleicht mehr, der andere weniger. Aber in drei Wettbewerben wird jeder zum Zug kommen.“

Im kommenden Sommer ist dann nach rund sechs Jahren eine Veränderung denkbar – so lange steht er neben diversen Leihen schon in Leverkusen unter Vertrag. „Nach 13 Monaten Pause gibt es nicht so viele Optionen, zu denen man gehen kann“, sagt der Finne. Für die anstehende Spielzeit sind seine Prioritäten jedenfalls klar definiert. Er will vor allem fit bleiben, spielen – „und dann sehen wir, was nach der Saison passiert.“

Der erste Härtetest lief für Pohjanpalo schon einmal vielversprechend. Beim 4:0 im Test gegen den Wuppertaler SV trug sich der Finne gleich in die Torschützenliste ein.

Mehr von RP ONLINE