Duell der Bayer-Profis Wiedersehen in der Wüste

Leverkusen · Das Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft in Katar zwischen der Niederlande und Argentinien ist auch das Duell der Leverkusener Klubkollegen Jeremie Frimpong und Exequiel Palacios.

 Leverkusens Exequiel Palacios (r.) spielt bei der WM in Katar an der Seite von Lionel Messi.

Leverkusens Exequiel Palacios (r.) spielt bei der WM in Katar an der Seite von Lionel Messi.

Foto: AP/Pavel Golovkin

Nur einer der zwei verbliebenen WM-Teilnehmer von Bayer 04 wird das Halbfinale beim Turnier in Katar erreichen – so viel steht bereits vor dem Viertelfinal-Duell zwischen der Niederlande und Argentinien an diesem Freitag (20 Uhr) fest. Leverkusens Kapitän Lukas Hradecky hofft darauf, dass entweder Jeremie Frimpong, der im Kader der „Elftal“ steht, oder aber Exequiel Palacios mit seinen Südamerikanern am Ende den Titel holt. „Es wäre natürlich schön, wenn wir einen Weltmeister in der Kabine hätten. Ich hatte schon die olympische Goldmedaille von Paulinho, eine vom Weltmeister würde ich auch gerne mal tragen“, sagt der routinierte Torhüter und lacht.

Bayers Rechtsverteidiger Frimpong hatte sich durch starke Leistungen beim Werksklub für die von Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal zusammengestellte niederländische Auswahl empfohlen. Auf seinen ersten Einsatz im traditionell orangefarbenen Trikot der Niederländer wartet der 21-Jährige indes noch. Der offenbar von mehreren englischen Klubs umworbene Profi, der bis 2025 in Leverkusen unter Vertrag steht, kam weder in der Vorrunde noch beim 3:1-Achtelfinalsieg gegen die USA zum Zug.

„Ich habe nicht so viel Kontakt zu den beiden, sie sind ja noch ein bisschen jünger als ich“, sagt Hradecky. „Aber ich glaube, dass sich einige Jungs aus dem Kader gegenseitig schreiben. Ich hoffe, dass beide ihre Einsätze kriegen.“ Etwas höher dürfte wohl die Chance stehen, Palacios am Freitagabend aktiv auf dem Rasen zu sehen. Der 24-Jährige hat 2018 für die „Albiceleste“ debütiert, wurde mit ihr 2021 Copa-América-Sieger. In Katar kam der Mittelfeldmann bislang zwei Mal als Joker zum Einsatz: beim 2:0 in der Gruppe gegen Mexiko und beim 2:1 im Achtelfinale gegen Australien.

Hradecky sieht die Argentinier um Superstar Lionel Messi leicht im Vorteil, auch wenn ihm die Niederländer bislang „richtig gut gefallen“ haben. „Das wird für Argentinien der größte Test. Vielleicht hat es ihnen aber auch gutgetan, dass sie während des Turniers schon eine Art sportliche Auferstehung in der Gruppenphase erlebt haben. Sie und Brasilien sind meine persönlichen Favoriten. Sie passen auch besser zum Klima in Katar als die Niederländer.“

Insgesamt hat der Werksklub vier Profis für die WM im Wüstenstaat abgestellt. Neben Frimpong und Palacios waren auch Piero Hincapie (Ecuador) und Sardar Azmoun (Iran) beim Turnier dabei. Sie scheiterten mit ihren Nationalteams aber schon in der Gruppenphase. Bei der WM 2018 in Russland war die Werkself lediglich mit zwei Spielern vertreten. Julian Brandt schied mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes in der Vorrunde aus, der inzwischen für Lokomotive Moskau aktive Verteidiger Tin Jedvaj wurde mit Kroatien Vize-Weltmeister.

Einen Weltmeister beim Triumph der Deutschen 2014 stellte die Werkself nicht. Mit Heung-Min Son (Südkorea), Emir Spahic (Bosnien-Herzegowina) und dem damals vom FC Valencia ausgeliehenen Andrés Guardado (Mexiko) waren immerhin drei Leverkusener bei der WM in Brasilien dabei.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort