Bayer 04 Leverkusen: Heiko Herrlich verzichtet auf Charles Aránguiz

Bayer Leverkusen: Herrlich verzichtet im Heimspiel auf Aránguiz

Am Sonntag geht es für die Werkself in der Liga mit der Partie gegen den VfL Wolfsburg. Charles Aránguiz wird nach seinem Einsatz für Chile aber nicht für Leverkusen auflaufen. Das Risiko sei zu groß.

Wenn der VfL Wolfsburg in der BayArena (15.30 Uhr/Live-Ticker) gastiert, dürfen sich die Zuschauer wohl wieder auf ein Torspektakel freuen - zumindest wenn sich das Spiel in eine ähnliche Richtung wie in den vergangenen Jahren entwickelt. Denn allein in den vergangenen drei Partien in der BayArena zwischen den Werksklubs fielen im Schnitt sechs Tore. Die Bilanz ist dabei ausgeglichen: Beim 5:4-Auswärtssieg der "Wölfe" in der Saison 2014/15 behielten die Niedersachsen die Oberhand, 2015/16 gab es einen klaren 3:0-Erfolg von Bayer 04. In der vergangenen Spielzeit erlebten die Leverkusener Anhänger ein Wechselbad der Gefühle. Kai Havertz setzte beim 3:3-Unentschieden kurz vor dem Abpfiff den Schlusspunkt.

Bayer-Trainer Heiko Herrlich dürften derartige Statistiken wenig interessieren. Für den 45-Jährigen zählt gegen den VfL nur der dritte Sieg in Serie vor heimischen Publikum. "Wir wollen unsere positive Heimbilanz fortführen und ganz klar gewinnen", sagte er, würde aber auch mit einem "dreckigen 1:0" Vorlieb nehmen.

Verzichten wird der Leverkusener Chefcoach allerdings auf Mittelfeldmotor Charles Aránguiz. Der chilenische Nationalspieler hatte trotz eines im letzten Liga-Spiel gegen Schalke erlittenen Muskelfaserisses in der rechten Wade eine Halbzeit im WM-Qualifikationsspiel gegen Brasilien gespielt. Gestern Morgen wurde er nach seiner Rückkehr von den Bayer-Ärzten untersucht. Das Ergebnis: Die Verletzung hat sich nicht verschlimmert, ein Einsatz morgen gegen Wolfsburg wäre jedoch risikobehaftet, da die Einblutung noch nicht ausgeheilt ist. "Natürlich folge ich dem Rat unserer Ärzte. Aránguiz wird nicht spielen", sagte Bayer-Coach Herrlich.

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So dürfte die neue Schaltzentrale im Mittelfeld aus Kapitän Lars Bender und Dominik Kohr erstmals in der Liga auch von Beginn an zum Einsatz kommen. Vor Torhüter Bernd Leno, der zuletzt am Sonntag in der Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan keinen souveränen Eindruck hinterließ, dürfte die Viererkette aus Wendell, Sven Bender, Jonathan Tah und Benjamin Henrichs bestehen. Eine Alternative könnte Panagiotis Retsos bilden, der unter der Woche zwar bei der griechischen Nationalmannschaft weilte, im letzten Quali-Spiel aber nicht eingesetzt wurde.

Auf der Außenbahn dürfte Leon Bailey nach zuletzt starken Auftritten und seinem ersten Saisontor vor zwei Wochen in Gelsenkirchen eine Chance in der Startformation erhalten. Karim Bellarabi, der weiter nach seiner Form sucht, droht hingegen die Bank. Wahrscheinlicher scheint da schon eher, dass Herrlich entweder Julian Brandt oder Kai Havertz als zweiten Flügelstürmer bringt. Der Angriff mit dem Argentinier Lucas Alario und Kevin Volland als hängende Spitze dahinter hat sich zuletzt bewährt - Überraschungen auf diesen Positionen scheinen ausgeschlossen.

Für Bayer 04 ist die Partie gegen den Werksklub aus Niedersachsen, die in der Tabelle mit einem Punkt hinter Leverkusen auf dem zwölften Rang stehen, der Auftakt einer Serie von Spielen, die maßgeblich den weiteren Saisonverlauf bestimmen dürften.

(sb)