Bayer 04 Leverkusen: Heiko Herrlich hofft auf Pausen für Kai Havertz

Youngster unter Dauer-Druck: Herrlich hofft auf Pausen für Kai Havertz

Der Bayer-Coach bittet den DFB um Rücksicht beim U 19-Nationalspieler, der unter Dauer-Druck steht.

Bayer-Coach Heiko Herrlich bittet den DFB um Rücksicht bei U19-Nationalspieler Kai Havertz, der unter Dauer-Druck steht.

55 Partien hat Kai Havertz in den vergangenen eineinhalb Jahren für die Profis von Bayer 04 absolviert - eine beeindruckende Zahl für einen Spieler, der mit seinen 18 Jahren noch in der Leverkusener A-Jugend auflaufen könnte. Zur Ruhe kommt der gebürtige Aachener aber auch während der aktuellen Länderspielpause nicht: Als Kapitän der U 19 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kämpft er derzeit um das Ticket für die Europameisterschaft, die im Sommer (16. bis 29. Juli) in Finnland stattfindet. Heiko Herrlich macht sich angesichts der enormen Belastung für seinen Youngster Sorgen. "Wenn er am Mittwoch zurückkommt, hat er vier Spiele im Drei-Tages-Rhythmus gemacht und drei Tage später kommt das Augsburg-Spiel. Ich hoffe, dass da Rücksicht genommen wird auf unsere Ziele und auch auf ihn", sagte der Bayer-Trainer.

In dem ersten von drei Spielen für die von Meikel Schönweitz trainierte U19 des DFB, in der neben Havertz lediglich Berlins Arne Meier und Wolfsburgs Gian-Luca Itter Bundesliga-Erfahrung vorweisen können, siegte Deutschland mit 3:0 gegen Schottland. Havertz blieb am Mittwoch torlos und wurde nach 79 Minuten ausgewechselt. Für ihn kam ein weiterer Leverkusener in die Partie: Sam Schreck. Der holte nur vier Minuten nach seiner Einwechslung einen Elfmeter für den DFB-Nachwuchs heraus. Auch Atakan Akkaynak, der dritte Leverkusener im Schönweitz-Team, wurde eingewechselt. Heute treffen die Talente in Arnsberg auf Norwegen (12 Uhr), am kommenden Dienstag steht in Ahlen das letzte Qualifikationsspiel gegen die Niederlande (18 Uhr) an. Ob sich der DFB auf Herrlichs Bitte einlässt, Havertz Pausen einzuräumen, wird sich zeigen.

Auch für die "älteren" Talente der Werkself war der Start in die Länderspielserie indes erfolgreich: Mit Benjamin Henrichs und Kapitän Jonathan Tah in der Startformation feierte die von Stefan Kuntz trainierte U21-Auswahl des DFB am Donnerstag einen 3:0-Erfolg im EM-Qualifikationsspiel gegen Israel. Beide Leverkusener durften über die volle Spielzeit ran. "Defensiv haben wir sehr gut gestanden", lobte der Coach anschließend die Defensive seines Teams.

Weiter geht es für die U21, die den fünften Sieg im sechsten Quali-Spiel feierte, am Dienstag mit der Partie im Kosovo (18.45 Uhr). Die U21-EM findet 2019 in Italien und San Marino statt.

(sb)