Bayer 04 Leverkusen hat ein Endspiel um die Champions League

Jetzt oder nie : Leverkusen hat ein Endspiel um die Königsklasse

Bayer 04 Leverkusen hilft im Rennen um die Champions League nur ein Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Auch wenn Trainer Peter Bosz davon nichts wissen will - es ist ein Endspiel für die Werkself.

Die Spielplanmacher der Bundesliga meinen es offenbar gut mit Bayer Leverkusen. Am Sonntag (18 Uhr) bekommt der Werksklub gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt die wohl letzte Chance, doch noch in den Kampf um die Champions-League-Plätze einzugreifen. Mit einem Sieg – es wäre der vierte in Serie für das Team von Trainer Peter Bosz – würde die Werkself nach Punkten mit den viertplatzierten Hessen gleichziehen. „Das Spiel gegen Frankfurt ist wichtig, aber es ist kein Endspiel“, betont der Niederländer. „Denn auch wenn wir das Spiel gewinnen, haben wir noch nichts.“

Gleichwohl der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer die Bedeutung der Partie nicht überhöhen will, dürften die Chancen der Hausherren gegen null tendieren, sollten sie das Spiel verlieren. Bei dann noch zwei verbleibenden Spieltagen wäre Frankfurt auf sechs Punkte enteilt – und das bei einem wesentlich besseren Torverhältnis. Allerdings gibt es aus Bayer-Sicht derzeit keinen Grund, sich mit solchen negativen Prognosen zu beschäftigen. Schließlich darf die Mannschaft selbstbewusst in das Duell mit dem Europa-League-Halbfinalisten gehen, der am Donnerstag im Hinspiel ein 1:1 gegen Chelsea erkämpfte. Der klare Sieg zuletzt beim FC Augsburg zählte zu den stärksten Auftritten seit Bosz im Winter das Amt von Heiko Herrlich übernommen hat. Angesichts der Dominanz und Spielfreude, die seine Mannschaft beim FCA ausstrahlte, sprach Bosz sogar von „Fußball zum Verlieben“.

Die Einstellung der Bayer-Profis stimmt aktuell. Leidenschaft und Einsatz ist offenbar auch im Training unter dem Bayer-Kreuz zur Genüge vorhanden. Bei der Vormittagseinheit am vergangenen Dienstag auf dem Rasen unweit der BayArena schlugen zwei Profis dabei jedoch über die Stränge. Es kam  zu einer handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Charles Aránguiz und Dominik Kohr. Konsequenzen müssen die Profis aber nicht befürchten – im Gegenteil.

„Ich würde mir Sorgen machen, wenn so etwas nicht passieren würde“, erklärte Bosz. Zoff im Training gebe es dem Niederländer zufolge im Normalfall „zwei bis drei Mal“ pro Jahr. „Es darf nicht passieren, aber das geschieht, wenn man anstrengende Trainingseinheiten mit vielen Zweikämpfen absolviert.“ Für ihn sei der Vorfall daher „keine große Sache. Wir haben wie Männer miteinander geredet und dann ist es auch vorbei.“ Stammspieler Aránguiz dürfte demnach auch gegen Frankfurt wieder in der Startformation stehen. Gleiches gilt für Innenverteidiger Sven Bender, der gegen Augsburg wegen Fußproblemen zur Halbzeit ausgewechselt werden musste.

Auf Seiten der Frankfurter droht Sebastian Rode wegen einer Zehenverstauchung auszufallen.

Mehr von RP ONLINE