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Bayer 04 Leverkusen: Greuther Fürth steht schon mit dem Rücken zur Wand

Greuther Fürth im Gegnercheck : Fürth steht schon mit dem Rücken zur Wand

Der Aufsteiger aus Mittelfranken ist der nächste Gegner des Werksklubs und hat erst einen Punkt in 13 Spielen gesammelt. Kapitän Branimir Hrgota hat indes bereits vier Tore in der Liga erzielt.

Die Mannschaft Beim abgeschlagenen Tabellenletzten Greuther Fürth brennt mit Blick aufs Personal zumindest ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Stürmer Jessic Ngankam (Kreuzbandriss) wird die Partie in Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) zwar sicher verpassen und Mittelfeldmann Havard Nielsen (grippaler Infekt) ist fraglich. Die Abwehrspieler Justin Hoogma (Innenbandriss), Nick Viergever (Außenbandriss am Sprunggelenk) und Gideon Jung (Meniskusverletzung) haben nach ihren Zwangspausen inzwischen aber Teile des Teamtrainings mitmachen können und dürften bald ihr Comeback geben – allerdings frühstens in der Woche nach dem Spiel in der BayArena. Der zuletzt wegen einer Erkältung fehlende Paul Seguin könnte derweil in die Anfangsformation zurückkehren. In der überzeugten zuletzt die Talente Timothy Tillmann und Jamie Leweling.

Die Form Mit Ausnahme des 1:1 am 2. Spieltag gegen Arminia Bielefeld hagelte es für den Aufsteiger bislang ausschließlich Niederlagen, zuletzt elf in Serie. In Stuttgart (1:5) und Gladbach (0:4) wurde es bisweilen sehr deutlich, im letzten Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim kassierte die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl eine 3:6-Pleite. Während die Spielvereinigung in der Offensive bisweilen durchaus Gefahr ausstrahlt, hapert es in der Defensive auch nach beinahe der Hälfte der Saison weiter gewaltig: In 13 Partien haben die Mittelfranken bereits 39 Gegentore kassiert. Damit liegen sie noch deutlich vor Hertha BSC, der mit 27 Gegentreffern zweitschwächsten Mannschaft in dieser Kategorie.

Das sagen die Trainer Bayer Leverkusens Coach Gerardo Seoane sagte im Vorfeld des ersten Aufeinandertreffens beider Klubs seit der Saison 2012/13 (2:0; 0:0): „Das eine ist die tabellarische Lage, das andere sind die Leistungen. Fürth hat in vielen Spielen gezeigt, dass sie es verdient hätten, mit etwas Zählbarem vom Platz zu gehen.“ Der Schweizer Coach der Werkself lobte die Kleeblätter für deren couragierte Auftritte. „Auch gegen Hoffenheim haben sie erfrischend nach vorne gespielt. Sie versuchen Fußball zu spielen, laufen jeden Gegner mutig an und beschränken sich nicht aufs Verteidigen.“ Die Gäste würden freilich auch gegen sein Team versuchen, „sehr diszipliniert“ zu verteidigen, aber eben auch „offensiv ihre Philosophie zu pflegen.“

Seoanes Gegenüber, Stefan Leitl, äußerte sich mit Blick auf das Duell im Rheinland wie folgt: „Leverkusen ist eine sehr junge Mannschaft, aber die individuelle Klasse ist sehr hoch. Das ist ein Team, das sehr variabel Fußball spielt und über sehr viel Tempo verfügt.“ Seine Elf müsse von Beginn an intensiv in die Zweikämpfe gehen und diese auch für sich entscheiden, „damit wir ihnen wenig Feld geben.“ Stoppen könne Fürth die Bayer-Offensive nur mit einer kompakten Spielweise.

  • Omar Collington.⇥RP-Foto: Archiv/teph
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Darauf muss Bayer 04 achten Der ehemalige Gladbacher und Frankfurter Branimir Hrgota ist mit vier Toren und drei Vorlagen mit Abstand gefährlichster Angreifer der Grün-Weißen. Drei seiner Treffer erzielte der Kapitän der Spielvereinigung allerdings vom Elfmeterpunkt aus. In der vergangenen Zweitliga-Saison glänzte der dreimalige Nationalspieler Schwedens mit 24 Scorerpunkten. Beim 3:6 gegen Hoffenheim war der 28-Jährige darüber hinaus an allen drei Treffern der Fürther beteiligt. Der erst 22-jährige Timothy Tillmann befindet sich ebenfalls im Aufschwung und gehört zu den wenigen Lichtblicken. Der Offensivspieler wurde einst vom FC Barcelona umworben und erzielte nun gegen die TSG sein erstes Bundesligator.