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Bayer 04 Leverkusen gewinnt beim FSV Mainz 05 mit 1:0

1:0-Erfolg in Mainz : Alario erlöst Bayer 04

Bayer 04 Leverkusen hat das Duell der Sieglosen gewonnen. Am Samstag feierte die Mannschaft von Trainer Peter Bosz bei Mainz 05 den ersten „Dreier“ der neuen Saison. Das Tor des Tages beim 1:0 (1:0) erzielte Lucas Alario.

Ein Sieg musste her - egal wie. Nach drei Remis zum Start in die neue Bundesliga-Saison war der Auftrag für die Werkself, die am Samstag bei kriselnden Mainzer zu Gast war, eindeutig. Nur mit drei Punkten im Gepäck würden Trainer Peter Bosz und sein Team die Rückreise ins Rheinland gutgelaunt antreten können. Nach 90 wenig berauschenden, dafür aber effizienten Minuten war die Mission erfüllt: Leverkusen gewann mit 1:0 (1:0). Für den Werksklub war es nicht nur der erste Erfolg der laufenden Spielzeit, sondern saisonübergreifend auch der sechste Sieg in Serie gegen die Rheinhessen.

Coach Bosz hatte sein Team im Vergleich zum 1:1 vor rund zwei Wochen in Stuttgart auf vier Positionen umgestellt. Für die verletzten Santiago Arias (Wadenbeinbruch), Florian Wirtz (Bauchmuskelzerrung) und Patrik Schick (Faserriss) rückten Lars Bender, Nadiem Amiri und Lucas Alario in die Startformation. Zudem durfte Leon Bailey beginnen, Karim Bellarabi musste sich mit einem Platz auf der Bank begnügen. Vor lediglich 250 zugelassenen Zuschauern in Mainz dominierten in der Anfangsphase erwartungsgemäß die Gäste das Spielgeschehen. Mit Ausnahme eines Distanzschusses von Bailey (7.) waren Torraumszenen jedoch Mangelware. Der Kreativzentrale der Werkself fehlten schlicht die Ideen, um sich gegen den defensiv orientierten Vorletzten der Tabelle Gelegenheiten zu erspielen.

So bedurfte es einer Standardsituation, um in Führung zu gehen. Nach eines durch Ex-Kapitän Lars Bender herausgeholten Eckballs setzte sich Alario nach Flanke von Bailey durch und köpfte den Ball zum 1:0 für Leverkusen ins Tor. Als Mainz-Keeper Robin Zentner seine Hände entscheidend an den Ball bekam, hatte dieser die Torlinie bereits überquert. Auch wenn Mainz in der Schlussphase der ersten Halbzeit etwas aktiver wurde, war die Pausenführung der Werkself nicht unverdient. 67 Prozent Ballbesitz, 55 Prozent gewonnene Zweikämpfe, eine Passquote von 88 Prozent sowie ein Chancenplus unterstrichen diesen Eindruck mit Zahlen.

Nach dem Wiederanpfiff wurden die Hausherren dann mutiger. Beim Abschluss des ehemaligen Leverkuseners Levin Öztunali bekam Abwehrchef Sven Bender erst in letzter Sekunde seinen Fuß dazwischen (54.). Offensiv war den Gästen nun bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr viel zu sehen. Schaffte es die Werkself dann doch einmal, einen Konter zu Ende zu spielen, folgte ein zumeist schwacher Abschluss.

Aufregung bot noch einmal die 79. Minute. Nach einem Konter der Mainzer ging der eingewechselte Karim Onisiwo nach einem Laufduell mit Edmond Tapsoba zu Boden. Der Unparteiische Bastian Dankert zögerte nicht und schickte den Burkiner wegen einer vermeintlichen Notbremse mit Rot vom Feld. Nach Überprüfung durch den Videoschiedsrichter nahm der Rostocker seine Entscheidung jedoch zurück: Onisiwo hatte zuvor im Abseits gestanden.

Weiter geht’s für die Werkself am Donnerstag (18.55 Uhr) in der Europa League. Zu Gast in der BayArena ist am 1. Spieltag des Wettbewerbs OGC Nizza. In der Liga heißt der nächste Leverkusener Gegner FC Augsburg (Montag, 26. Oktober, 20.30 Uhr).

Statistik:

Mainz: Zentner - St. Juste, Kilian, Niakhate, Brosinski - Latza (76. Nebel), Kunde Malong (58. Fernandes) - Öztunali (69. Onisiwo), Boetius, Burkardt (58. Quaison) - Mateta (76. Ji). - Trainer: Lichte

Leverkusen: Hradecky - Lars Bender, Sven Bender, Tapsoba, Sinkgraven - Aranguiz (46. Baumgartlinger) - Demirbay (69. Palacios), Amiri - Bailey (69. Bellarabi), Alario, Diaby. - Trainer: Bosz

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Tore: 0:1 Alario (30.)

Beste Spieler: St. Juste, Kilian - Sven Bender, Alario

Zuschauer: 250

Gelbe Karten: Latza (3), Fernandes, Ji - Lars Bender

Torschüsse: 5:9

Ecken: 6:2

Ballbesitz: 41:59 %

Zweikämpfe: 90:88

(sb)