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Bayer 04 Leverkusen geht bei Paulinho nach Covid-19 kein Risiko ein

Nach Covid-19-Infektion : Bayer geht bei Paulinho kein Risiko ein

Der Brasilianer ist nach seiner Covid-19-Erkrankung noch nicht bereit für das Mannschaftstraining. Bayer Leverkusens Coach Gerardo Seoane ist aber zuversichtlich, dass der Offensivspieler zeitnah wieder voll belastet werden kann.

Einen Tag vor dem 5:1-Sieg gegen Augsburg war die obligatorische Covid-19-Quarantäne für Paulinho beendet. Am 11. Januar wurde der Brasilianer positiv auf das Virus getestet. „Er ist nicht mehr in Isolation, wir checken ihn aber noch gesundheitlich“, sagte Seoane am vergangenen Freitag. Inzwischen sind die Ergebnisse der Untersuchungen klar: Bis der 21-Jährige wieder mit der Mannschaft trainieren kann, dauert es noch.

„Paulinho ist nach den Checks, die man nach Corona macht, noch nicht freigegeben für hochintensives Training“, berichtete Seoane nach der Einheit am Montagvormittag. „Er trainiert innen auf dem Laufband oder dem Fahrrad.“ Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Bestimmte Werte bei den Untersuchungen waren noch nicht optimal. Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass sich daraus ein größeres Problem ergeben könnte.

„Er selbst merkt nichts. Aber die Kontrollen haben gezeigt, dass er noch Zeit braucht, um in die vollen Belastungen gehen zu können“ sagte Seoane. Das sei eine präventive Maßnahme. Paulinhos Werte werden freilich in den kommenden Tagen weiterhin regelmäßig gecheckt. Bis er die Freigabe für das Teamtraining erhält, arbeitet der Offensivspieler individuell. Der Coach ist zuversichtlich, dass der Brasilianer bis zum Spiel in Dortmund am 6. Februar wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist: „Er hat keine Verletzungen und trainiert ja auch.“ Nur eben noch nicht auf dem Rasen.

Die aktuelle Pause in der Bundesliga kommt dem Trainer der Werkself daher gelegen, um angeschlagene und verletzte Spieler wieder an die volle Intensität heranzuführen. „Wir hatten in den letzten Wochen schon einige Fälle mit kleineren Sachen. Jetzt haben wir die Möglichkeit, daran zu arbeiten“, sagt er.

Einer dieser Fälle ist Exequiel Palacios. Der Argentinier plagt sich nun schon seit etwa drei Wochen mit Rückenbeschwerden herum. Seoane beschrieb es unlängst als „Problem in den Facettengelenken der Wirbelsäule“. Der Mittelfeldspieler erlitt vor dem 2:1-Sieg in Mönchengladbach einen Rückschlag, als die Belastung gesteigert wurde. Jetzt ist der 23-Jährige wieder ein Stück vom Mannschaftstraining entfernt.

„Bei Palacios kann ich kein Datum sagen“, betonte Seoane am Montag. Vielleicht reiche es für nächste Woche. „An der Wirbelsäule und im Rücken generell sind viele kleine Muskeln. Wenn sie die Belastung nicht aushalten, hat man schnell das Gefühl, dass man sich nicht mehr richtig bewegen kann. Deswegen machen wir einen sukzessiven Aufbau – und nicht einen zu großen Schritt.“ Auch bei Palacios ist also noch Vorsicht geboten.

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Vielversprechend sieht es bei Daley Sinkgraven aus. Der Niederländer laboriert in der „Werkstatt“ der BayArena an einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich. „Er joggt schon. Im Verlauf der nächsten Woche kommt er vielleicht langsam wieder rein“, zeigte sich Leverkusens Coach optimistisch. Doch auch für den Linksverteidiger dürfte die Partie beim BVB deutlich zu früh kommen.

Panagiotis Retsos (Hellas Verona) und Nadiem Amiri (CFC Genua) gelten als sichere Abgänge vor dem 31. Januar. Am Dienstagabend bestätigte Bayer den Transfer von Retsos. Für Amiri, der ausgeliehen werden soll und im Fall des Klassenerhalts von Genua fest verpflichtet wird, sucht der Werksklubs nach Ersatz – und ist womöglich in Frankreich fündig geworden.

Junior Dina Ebimbe von Paris St. Germain soll auf dem Zettel stehen. Der 21-Jährige gilt als großes Talent, kann im offensiven Mittelfeld sowie auf der rechten Seite spielen, und ist ein Profi, der ins Beuteschema passt. „Es ist selbstverständlich, dass wir uns um Ersatz bemühen, wenn ein Spieler gehen sollte“, sagte der Coach. Im Raum steht ein Leihgeschäft, wohl mit einer 15-Millionen-Euro-Kaufoption.