Bayer 04 Leverkusen: Gegen Eintracht Frankfurt wartet am Sonntag ein Endspiel

Leverkusen will in die Champions League : Volland und Bayer vor „brutalem Endspiel“

Der vergangene Spieltag lief aus Sicht von Bayer Leverkusen beinahe perfekt, doch Kevin Volland will sich davon nicht ablenken lassen. Der Fokus richtet sich jetzt auf das Topspiel am Sonntag gegen Frankfurt, das vorentscheidenden Charakter hat.

Die Werkself hat ein mehr als gelungenes Wochenende hinter sich. Erst gewinnt sie mit einer überzeugenden Leistung 4:1 beim FC Augsburg, dann patzen nacheinander Frankfurt, Mönchengladbach und Hoffenheim, die allesamt direkte Konkurrenten um einen Europapokalplatz sind. Entsprechend freundlich sieht die Tabelle aus: Die Eintracht auf Platz vier hat zwar nach wie vor die beste Ausgangspostion im Rennen um die Champions League, doch der Abstand auf Bayer 04 ist auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Wie es der Spielplan will, treffen beide Teams am Sonntag in der BayArena aufeinander (18 Uhr).

Wenige Minuten nach dem Schlusspfiff in Augsburg sprach Kevin Volland bereits von einem „brutalen Endspiel“, das auf ihn und seine Teamkollegen warte. Auch mit einigen Tagen Abstand hat diese Einschätzung bestand. Der Blick auf die anderen Mannschaften interessiert den Torjäger nur am Rande, der in dieser Saison bereits 14 Mal jubeln konnte und zehn Vorlagen auf dem Konto hat. Der Assist zum 4:1 in Augsburg durch Julian Brandt wurde nachträglich Dominik Kohr zugesprochen, der den Ball noch leicht touchiert hatte. „Der Spieltag lief gut für uns, aber trotzdem müssen wir unsere Aufgaben erledigen“, mahnt der 26-Jährige. „Es bringt alles nichts, wenn wir gegen Frankfurt nicht gewinnen.“ Mit einem Sieg  könne Bayer die dicht gedrängte Konkurrenz zwischen Platz vier und acht weiter unter Druck setzen.

Die Partie gegen den Europa-League-Halbfinalisten aus Frankfurt sei Chance und Risiko zugleich, betont Volland: „Wenn wir verlieren, wird es sehr schwierig. Da brauchen wir uns nicht vormachen. Aber wenn wir gewinnen, sind wir ganz dick dabei.“

Gemeint ist der Kampf um einen Platz in der Königsklasse, der vor dieser Saison mit vielen Aufs und Abs das erklärte Ziel der Werkself war – und vor einigen Wochen noch utopisch schien. Davon kann nun keine Rede mehr sein. Vollands Rezept in der Vorbereitung auf den Showdown gegen die Hessen: „hart arbeiten, fokussiert sein und mit der nötigen Spannung in das Spiel gehen.“ Einen Vorteil sieht der Angreifer nicht unbedingt in der Tatsache, dass Frankfurt am Donnerstagabend in der Europa League den FC Chelsea empfängt (21 Uhr). „Sie werden ein paar Körner lassen, aber das heißt nichts. Wir hatten auch schon Englische Wochen und haben dann trotzdem am Wochenende gute Spiele gezeigt“, sagt Volland, der mit 24 Punkten Topscorer der Werkself ist. Seine persönliche Erfolgsbilanz in der bisherigen Spielzeit freue ihn zwar, aber das sei nicht das Entscheidende. „Für mich läuft es gut, aber wenn wir mit der Mannschaft unser Ziel erreichen, ist es umso schöner. Das ist für mich am wichtigsten.“

Dafür ist aber zunächst ein Erfolg gegen Frankfurt nötig. Damit das Happy End einer turbulenten Saison perfekt wird, gilt das allerdings auch für die Spiele gegen Schalke 04 (11. Mai) und bei Hertha BSC Berlin (18. Mai).

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