Bayer 04 Leverkusen gegen die Stürmer aus - Heiko Herrlich muss improvisieren

Herrlich muss improvisieren: Bayer ist die Torgefahr abhandengekommen

Bayer Leverkusen ist seit zwei Spielen ohne eigenen Treffer. Trainer Heiko Herrlich wird sich gegen RB Leipzig etwas einfallen lassen müssen, um die abhandengekommene Torgefahr wieder herzustellen.

In einer Kategorie sind die Fußballer von Bayer 04 schon jetzt ligaspitze: in der Tabelle nach nationalen Torschützen. Würden nur die Treffer von einheimischen Spielern in dieser Saison zählen, stünde das Team von Trainer Heiko Herrlich mit 50 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz - knapp vor der TSG Hoffenheim und dem SC Freiburg. Doch da Fußball bekanntlich kein Spiel der Konjunktive ist, heißt die Realität für die Werkself Platz fünf. Sollten die zuletzt zwei Spiele in Folge torlosen Leverkusener auch am Montag (20.30 Uhr) in Leipzig nicht treffen, ist aber auch dieser Platz in Gefahr.

Herrlich wird sich etwas einfallen lassen müssen, um die in der Rückrunde etwas abhandengekommene Torgefahr wieder herzustellen. Kevin Volland, mit bislang zehn Treffern bester Bayer-Schütze, ist seit inzwischen zehn Partien ohne Erfolgserlebnis. Sein Sturmpartner Lucas Alario (sieben Tore) ist nach der Tätlichkeit im Köln-Derby noch für zwei Punktspiele gesperrt. Routinier Stefan Kießling, der bislang noch ohne Tor in seiner letzten Saison als Profi ist, war zuletzt kein Kandidat mehr für einen Platz in der Anfangsformation. Eigentlich die Chance für Joel Pohjanpalo, sich zu präsentieren, doch eine im Länderspiel mit Finnland erlittene Sprunggelenksverletzung setzt den Edel-Joker vorerst außer Gefecht.

Viele Optionen für den Angriff bleiben Herrlich vor der Partie bei den Leipzigern also nicht. Spieler wie Julian Brandt, Leon Bailey oder auch Kai Havertz werden gefragt sein, Volland bestmöglich zu unterstützen. Der 25-Jährige wird wohl wie schon beim 0:0 gegen Augsburg die einzige, nominelle Bayer-Spitze sein. Um dem Angriffsspiel neuen Schwung zu verleihen, könnte Herrlich alternativ auch auf den zuletzt selten eingesetzten Karim Bellarabi zurückgreifen. Die Abschlussquote des Außenangreifers spricht allerdings kaum für ihn: Nur einer seiner 38 Schüsse in dieser Saison fand den Weg ins Tor - am zweiten Spieltag gegen Hoffenheim.

(sb)
Mehr von RP ONLINE