Bayer 04 Leverkusen: Gegen den FC Schalke spielt die Werkself auf neuem Rasen

Bayer 04 tauscht das Grün : Neuer Rasen, neues Glück

Bayer Leverkusen empfängt den FC Schalke 04 zum Topspiel in der BayArena. Ein neuer Rasen soll der Werkself einen positiven Ausgang erleichtern.

Der Rasen in der Bay­Arena war nach dem letzten Heimspiel das Gesprächsthema beim Werksklub. Vier Partien in Serie hatten das im Vorjahr noch preisgekrönte Grün zuvor extrem beansprucht und das Duell mit Freiburg zu einer Rutschpartie ohne Sieger verkommen lassen. Spieler und Trainer kritisierten den Untergrund daraufhin scharf, Bayers Mittelfeldmann Kerem Demirbay sprach von einer „absoluten Katastrophe“. Der Klub reagierte und verlegte ein komplett neues Spielfeld. Das freute vor dem Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen den FC Schalke unter anderem Bayer-Trainer Peter Bosz.

„Für uns ist es unglaublich wichtig, dass wir einen guten Platz haben“, sagte der Niederländer. Bayer sei eine Ballbesitzmannschaft, die mit wenig Kontakten schnell nach vorne spielen möchte. Ein guter Untergrund sei dafür freilich hilfreich. Nach dem ersten Training am Donnerstag auf dem neuen Rasen zeigte sich Bosz zufrieden und sagte: „Der erste Eindruck war gut.“ Positiv waren zuletzt auch die Resultate der Werkself. Dem 2:0-Erfolg in der Champions League in Moskau, der das Überwintern in einem internationalen Wettbewerb sicherstellte, ließ die Mannschaft ein 2:1 in der Liga beim Rekordmeister in München folgen.

Bei den Bayern habe die Mannschaft Bosz zufolge bewiesen, dass sie auch gut umschalten und durch ihre schnellen Angreifer gefährlich sein kann. Klar habe sein Team in München auch Glück gehabt, doch „wir haben auch Charakter und Mentalität gezeigt. Das braucht man, wenn man am Ende der Saison in der Tabelle oben stehen will – und nicht nur guten Fußball.“ Diese „Siegermentalität“ benötige Bayer nun auch gegen Schalke, dem bislang zweitstärksten Auswärtsteam. „Wir spielen gegen eine gute Mannschaft, die nicht umsonst auf dem dritten Platz in der Tabelle steht“, erklärte Bosz.

Sein Team wartet selbst seit fünf Liga-Spielen auf ein Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse. „Je länger die Saison vorangeschritten ist, desto wichtiger werden die Partien. Um oben mitzuspielen, muss man die Heimspiele gewinnen.“ Kai Havertz dürfte nach überstandenem Faserriss wieder in die Startformation rücken, Jonathan Tah fehlt rotgesperrt.

Auf Seiten der Gelsenkirchener gibt es derzeit allen Grund, selbstbewusst nach Leverkusen zu fahren: Seit fünf Liga-Spielen hat die Mannschaft von Trainer David Wagner nicht mehr verloren. „Natürlich ist das nett, nach 13 Spielen Dritter zu sein“, sagt Wagner vor dem Duell beim Werksklub. „Aber das ist wirklich vollkommen unwichtig. Wir sollten Demut und Bescheidenheit bewahren, aber trotzdem ambitioniert bleiben. Das ist überhaupt gar kein Widerspruch.“

Der Trauzeuge von Liverpool-Coach Jürgen Klopp zeigte sich von der rasanten Entwicklung überrascht. „Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir nach 13 Spielen schon 25 Punkte haben, dann hätte ich gesagt: ‚Unglaublich!’“, betonte Wagner und lobte Leverkusen: „Sie haben ihr Selbstverständnis und ihre Form gefunden.“