Bayer 04 Leverkusen: Folgt Kai Havertz auf Lionel Messi, Paul Pogba und Matthijs de Ligt?

Ehrung für junge Profis : Folgt Bayers Havertz auf Messi, Pogba und de Ligt?

Kai Havertz ist im Rennen um die renommierte Auszeichnung „Golden Boy“ in aussichtsreicher Position. Der 20-jährige Leverkusener würde mit einem Gewinn zu namhafter Gesellschaft stoßen.

Was haben der mehrfache Weltfußballer Lionel Messi, WM-Torschütze Mario Götze und der französische Ausnahmespieler Kylian Mbappé gemeinsam? Sie wurden einst mit dem Preis „Golden Boy“ geehrt. Die Auszeichnung wurde 2003 von der italienischen Zeitschrift „Tuttosport“ ins Leben gerufen, um junge Spieler für beeindruckende Leistungen innerhalb eines Kalenderjahres auszuzeichnen. Inzwischen stimmen Sportjournalisten aus ganz Europa darüber ab, wer der nächste aufgehende Stern am Fußballhimmel ist. Einer der Kandidaten für den Preis 2019 ist Kai Havertz.

Die Liste der bisherigen Gewinner liest sich wie das „Wer-ist-Wer“ des Weltfußballs. Neben Messi (2005), Götze (2011) und Mbappé (2017) finden sich auch illustre Namen wie Cesc Fàbregas (2006), Sergio Agüero (2007), Mario Balotelli (2010), Paul Pogba (2013) oder Raheem Sterling (2014) unter den Preisträgern. Im vergangenen Jahr wurde der Niederländer Mathijs de Ligt als „Golden Boy“ ausgezeichnet.

Das ist eine Reihe, in die Kai Havertz passen könnte. Bayers Trainer Peter Bosz nennt ihn „sehr, sehr besonders“, Sportgeschäftsführer Rudi Völler sieht in dem Eigengewächs eine Mischung aus dem Besten von Mesut Özil und Michael Ballack, und Bundestrainer Joachim Löw traut dem gebürtigen Aachener in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle in der Nationalmannschaft zu. Auf dem Platz beeindruckte der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler in der abgelaufenen Bundesligasaison mit 17 Toren und vier Vorlagen – ein erstaunlicher Wert.

Aber die Konkurrenz ist groß. Insgesamt sind 100 Spieler nominiert. Havertz ist neben Arne Maier von Hertha BSC der einzige Deutsche in der Liste, doch einer der größten Konkurrenten um die Auszeichnung kommt trotzdem aus der Bundesliga: Jadon Sancho. Der Dortmunder hat in den vergangenen zwölf Monaten eine ähnliche Leistungsexplosion wie Havertz hingelegt und ist längst zum Stammspieler avanciert. Auch aus den anderen europäischen Ligen gibt es freilich reichlich Kandidaten – Gianluigi Donnarumma vom AC Mailand beispielsweise, oder Joao Félix von Benfica Lissabon.

Entsprechend schwierig ist es für Bayers Sportdirektor Simon Rolfes, Havertz’ Chancen auf den Preis zu bewerten. „Es ist klar, dass er ein außergewöhnlicher Spieler ist und völlig zurecht in dieser Liste steht“, sagt der 37-Jährige. „Das ist eine Auszeichnung für uns und unsere Arbeit als Verein, aber vor allem natürlich für ihn.“

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