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Bayer 04 Leverkusen fertigt Greuther Fürth mit 7:1 ab und festigt Platz drei

Viererpack Schick : Bayer überrollt Fürth und festigt Platz drei

Bayer Leverkusen fertigt Greuther Fürth ab. Beim 1:7 ist der Aufsteiger chancenlos. Bayer-Torjäger Patrik Schick schnürt innerhalb von 27 Minuten einen Viererpack.

Während Fußballdeutschland gespannt auf das Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayern München wartete, hat sich Bayer Leverkusen mit einem Kantersieg an das Spitzenduo herangeschlichen. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane löste die Aufgabe gegen den phasenweise völlig überforderten Aufsteiger Greuther Fürth souverän und steht nach dem 7:1 (3:1)-Heimsieg mit 27 Punkten auf Rang drei.

Bayer übernahm erwartungsgemäß von Beginn an die Initiative, den ersten Abschluss verbuchte aber Fürth. Nach einem Ballverlust von Exequiel Palacios versuchte es Dickson Abiama aus der Distanz, doch der Ball flog weit über den Kasten (5.). Danach hatten die Gäste einen Schockmoment zu überstehen: Bei der Aktion, die den ersten Torschuss der Partie einleitete, rannte Timothy Tillman ungebremst in den Ellbogen von Palacios und zog sich einen stark blutenden Cut unter dem rechten Auge zu. Der 22-Jährige musste länger behandelt werden, signalisierte aber währenddessen mit erhobenen Daumen, dass ihm nichts Ernsthaftes passiert sei. So konnte er nach einigen Minuten zurück auf den Rasen.

Dort erlebte er dann das wunderbar herausgespielte 1:0 der Werkself. Robert Andrich leitete einen zweiten Ball zügig auf die rechte Seite und Jeremie Frimpong weiter, der schickte Moussa Diaby mit einem Steilpass, der Franzose wiederum flankte scharf von rechts. Auf Höhe des Elfmeterpunkts flog sein Landsmann Amine Adli mit Schwung in den Ball und beförderte ihn artistisch mit dem Schienbein ins lange Eck (12.).

Die Antwort von Fürth ließ aber nicht lange auf sich warten. Jeremy Dudziak brachte einen Freistoß an den zweiten Pfosten, von wo er per Flachpass in die Mitte von Abiama kam. In einem kleinen Tohuwabohu in Bayers Strafraum schoss Branimir Hrgota das Leder zunächst an den Pfosten. Der Nachsetzer von Maximilian Bauer zappelte zwar im Netz, brachte aber nicht den Ausgleich – Abseits (13.).

Ein ruhender Ball auf der anderen Seite brachte das 2:0 für die Rheinländer. Florian Wirtz flankte aus dem rechten Halbfeld butterweich auf Edmond Tapsoba, der Innenverteidiger hatte mit seinem Kopfball ins lange Eck keine große Mühe (17.). Das Tor wurde noch kurz per Videobeweis gecheckt, aber es gab nichts zu beanstanden.

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Leverkusen nahm nun ein bisschen den Fuß vom Gaspedal – und das sollte sich rächen. Nach einer guten halben Stunde war es Dudziak, der einen zweiten Ball im Strafraum der Gastgeber mit links und Hilfe des rechten Innenpfostens über die Linie brachte (33.). Es war eine Szene, die bewies, dass man auch gegen das sieglose Schlusslicht 90 Minuten lang fokussiert sein muss, um drei Punkte zu holen. Der Stimmungsdämpfer passte zum zunehmend fiesen Regen, der vor 10.500 Zuschauern ins Stadion prasselte. Aber er hatte keine nachhaltige Wirkung.

Neben viel Geplänkel zwischen den Strafräumen gab es im Anschluss an das 1:2 noch einen etwas zu lässigen Rückpass von Sebastian Griesbeck auf Fürths Schlussmann Marius Funk zu vermelden, den der herbeigesprintete Patrik Schick beinahe zum 3:1 genutzt hätte (40.). Fünf Minuten später legte der Tscheche dann mit einem schönen Pass das erste Bundesligator von Piero Hincapie auf, der die Vorlage von links trocken ins lange Eck setzte (45.).

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einer Großchance von Adli, die Funk stark parierte (46.) und dem 4:1 durch Schick, der bei einem Gegenstoß in den Strafraum zog und eine optimal getimte Hereingabe von Adli versenkte (49.). Das Duell war damit freilich entschieden und Seoane nutzte die Gelegenheit für ein paar frühe Wechsel. Die Partie plätscherte im Dauerregen ihrem Abpfiff entgegen, schien es.

Doch Schicks Torhunger war noch lange nicht gestillt. Nach einem Doppelpass von Wirtz und Diaby behielt der Franzose Überblick und Ruhe, bediente den mittig lauernden Tschechen, der locker ins Tor einschob (69.). „Einer geht noch, einer geht noch rein“, stimmten die Fans der Werkself an – und die schmähende Prophezeiung erfüllte sich tatsächlich: Schick staubte gegen spätestens jetzt völlig desolate Fürther einen Lattentreffer des eingewechselten Karim Bellarabi zum 6:1 ab (74.) und erzielte kurz danach auch noch das 7:1 (76.).

Weiter geht es für die Leverkusener am Donnerstag in der Europa League bei Ferencváros Budapest (21 Uhr), am Sonntag folgt das Ligaspiel in Frankfurt (17.30 Uhr).

Leverkusen: Hradecky - Frimpong (81. Kossounou), Tah, Tapsoba, Hincapie - Palacios (62. Aranguiz), Andrich (62. Demirbay) - Diaby, Wirtz, Adli (62. Bellarabi) - Schick (80. Alario). - Trainer: Seoane

Fürth: Funk - Barry (77. Asta), Griesbeck, Bauer, Willems (60. Meyerhöfer) - Tillman, Christiansen (77. Seufert) - Leweling (60. Nielsen), Dudziak (58. Seguin), Hrgota - Abiama. - Trainer: Leitl

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)

Tore: 1:0 Adli (12.), 2:0 Tapsoba (17.), 2:1 Dudziak (33.), 3:1 Hincapie (45.), 4:1 Schick (49.), 5:1 Schick (69.), 6:1 Schick (74.), 7:1 Schick (76.)

Zuschauer: 10.455

Beste Spieler: Diaby, Schick -

Gelbe Karten: - Leweling (2)

Torschüsse: 13:8

Ecken: 4:3

Ballbesitz: 59:41 %

Zweikämpfe: 98:83