Bayer 04 Leverkusen: Ein halbes Dutzend Niederlage gegen SV Werder Bremen

Bayers schlechte Bilanz gegen Bremen: Gegen das halbe Dutzend Niederlagen

Noch nie konnte die Werkself im Pokal gegen den SV Werder Bremen gewinnen. Heute Abend (20.45 Uhr) will das Team von Heiko Herrlich den Bann brechen und erstmals seit 2009 das Halbfinale erreichen.

In den vergangenen Jahren war der DFB-Pokal für Bayer 04 nicht gerade ein Wettbewerb, dem Klub, Spieler oder Trainer die allerhöchste Priorität zuordneten. Gegner wie Lotte, Kaiserslautern oder Dresden erwiesen sich unter anderem als standfester als die Werkself und sorgten für enttäuschte Gesichter bei den Fans. In dieser Saison haben sich Trainer Heiko Herrlich und sein Team jedoch auf die Fahnen geschrieben, den Pokal mit voller Intensität anzugehen - angesichts der weggefallenen internationalen Reisen eine Herangehensweise, die sich bereits ausgezahlt hat. Heute Abend (20.45 Uhr) geht es für die Werkself in der BayArena gegen Werder Bremen um den Einzug in das Halbfinale.

Herrlich, dessen Team beim 0:0 am Samstag in Freiburg einen kämpferischen Vorgeschmack auf das Pokalduell mit Bremen bekam, sagte: "Es geht nicht um Punkte, entsprechend wird es auch keine Punkteteilung geben. Es gibt nur Gewinnen oder Verlieren, Ausscheiden oder Weiterkommen, Leben oder Sterben. Deshalb ist es noch einmal eine besondere Motivation." Bis auf den grippegeschwächten Julian Baumgartlinger, dessen Rückkehr in den Kader noch offen ist, sind alle Leverkusener fit für das "Spiel des Jahres" (Kai Havertz).

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Sportchef Rudi Völler verdeutlichte noch einmal den Stellenwert des Pokals für die Werkself. "Wenn man das Schicksal hat, in einer Liga mit den Bayern zu spielen, ist der Pokal vielleicht der Wettbewerb, in dem man auch mal gegen die Bayern eine Chance hat und sie schlägt. Das wollen wir erreichen", sagte der Weltmeister von 1990 beim TV-Sender Sky.

Bislang war für den Werksklub allerdings ausschließlich Endstation im Pokal, wenn es gegen die Nordlichter ging. 1976 holte sich die Werkself - damals noch als Zweitligist - vor 4000 Zuschauern eine klare 0:3-Niederlage im Bremer Weserstadion ab. 13 Jahre später scheiterte Leverkusen im Halbfinale knapp an den Norddeutschen. Andrzej Buncols zwischenzeitlicher Ausgleich reichte dem Team von Jürgen Gelsdorf nicht - 1:2. Noch enger ging es 1996 zwischen beiden Mannschaften zu. Bremen gewann im Elfmeterschießen mit 5:3. Ein Fehlschuss von Christian Wörns besiegelte das Aus der Werkself in Runde eins. Es folgten weitere Niederlagen 2004 (2:3; 2. Runde), im Finale 2009 (0:1; Tor Mesut Özil) und 2016 (1:3; Viertelfinale). Heute soll endlich eine Revanche gelingen.

(sb)