WM-Qualifikation Diese Bayer-Profis haben Katar im Blick

Leverkusen · An der Mitte kommender Saison ausgetragenen 22. Fußball-Weltmeisterschaft im Emirat in Vorderasien könnten auch einige Profis aus Leverkusen teilnehmen. Wir zeigen, um welche Spieler der Werkself es sich handelt.

 Piero Hincapie (r.) freut sich nach seinem Siegtor für Ecuador gegen Venezuela gemeinsam mit seinem Mannschaftskollegen Djorkaeff Reasco.

Piero Hincapie (r.) freut sich nach seinem Siegtor für Ecuador gegen Venezuela gemeinsam mit seinem Mannschaftskollegen Djorkaeff Reasco.

Foto: AP/Jose Jacome

In rund einem Jahr ist Anpfiff für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar (21. November bis 18. Dezember 2022). Mit Deutschland, Dänemark, Frankreich, Belgien, Brasilien und dem Gastgeberland haben sich Stand Samstagabend bereits sechs Nationen für das Turnier qualifiziert, weitere Tickets werden in diesen Tagen gelöst. Wir haben einen Blick darauf geworfen, welche Profis von Bayer 04 sich noch Hoffnung auf eine Teilnahme an der WM im Wüstenstaat machen können – oder fest dafür planen können.

Lukas Hradecky Obwohl seine Finnen nach einer Roten Karte mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen mussten und durch Teemu Pukki auch noch einen Foulelfmeter vergaben, gewannen Hradecky und Co. am vorletzten Qualifikationsspieltag mit 3:1 in Bosnien-Herzegowina. Am Dienstag kommt es für den Vize-Kapitän der „Uhus“ und Spielführer der Werkself nun zum Fernduell um den Play-off-Platz mit der Ukraine. Während Finnlands Coach Markku Kanerva und sein Team auf die als Gruppensieger bereits qualifizierten Franzosen treffen, müssen die Osteuropäer in Bosnien-Herzegowina antreten. Finnland geht mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung in die letzte Begegnung. Sollten sie vor der Ukraine ins Ziel kommen, würden sie Ende März in den Play-offs gemeinsam mit elf weiteren Nationen um die letzten drei europäischen WM-Tickets spielen.

Moussa Diaby Beim 8:0-Kantersieg der Franzosen gegen Kasachstan bestritt der Flügelstürmer von Bayer 04 sein drittes Länderspiel. Rund 20 Minuten vor dem Ende brachte ihn sein Trainer Didier Deschamps in die Partie. Diaby verbuchte anschließend seinen ersten Scorerpunkt für die A-Nationalmannschaft und legte Kylian Mbappé, der einen Viererpack schnürte, das Tor zum mer als deutlichen Endstand auf. Sollte der 22-jährige Pariser seine Entwicklung fortsetzen wie bisher, ist ihm trotz der sehr starken Konkurrenz in der Offensive der „Équipe Tricolore“ freilich ein Kaderplatz im WM-Aufgebot zuzutrauen.

Julian Baumgartlinger Seinen letzten Einsatz für Österreich absolvierte der aktuell langfristig am Knie verletzte Routinier bei der EM in diesem Jahr. Die ÖFB-Auswahl steht dank ihres Gruppensieges in der Nations League bereits als Play-off-Teilnehmer fest und könnte im März die erste WM-Teilnahme seit dem Turnier in Frankreich 1998 klarmachen – womöglich dann auch wieder mit ihrem Kapitän Baumgartlinger in zentraler Rolle.

Patrik Schick Belgien hat in der Gruppe E Platz eins sicher. Wer Zweiter wird, entscheidet sich am Dienstag im Fernduell zwischen Wales (gegen Belgien) und Tschechien (gegen Estland). Am Ende könnte sogar die Tordifferenz entscheidend sein. Schick kann dabei allerdings nicht helfen. Er laboriert noch an einem Bänderriss im Sprunggelenk. Doch selbst für den Fall, dass es die Tschechen nicht schaffen sollten, hätten sie aufgrund ihrer Nations-League-Platzierung ein Play-off-Ticket in der Tasche.

Piero Hincapie Der Abwehrspieler aus Leverkusen hat Ecuador vor wenigen Tagen zum 1:0-Sieg gegen Venezuela geschossen und seinem Land damit drei wichtige Punkte in der südamerikanischen Qualifikationsgruppe gesichert. Derzeit ist Ecuador Dritter, die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich direkt, der Fünfte geht in die internationalen Entscheidungsspiele. In der Nacht auf Mittwoch geht es für den 19-Jährigen gegen den direkten Verfolger in Chile weiter.

Charles Aránguiz Freiwillig verzichtet Bayers Ex-Kapitän nicht auf Länderspielreisen, eine Wadenverletzung hat ihn dieses Mal aber dazu gezwungen. Derzeit belegt Chile den vierten Platz hinter Ecuador und liefert sich mit Kolumbien und Uruguay einen Dreikampf um das letzte sichere WM-Ticket. Für Aránguiz wäre es die zweite WM-Teilnahme nach der in Brasilien 2014.

Lucas Alario & Exequiel Palacios  Dass sich die Argentinier für das Turnier in Katar qualifizieren, ist wohl nur noch Formsache. Mittelfeldspieler Palacios ist zwar kein Stammspieler, wird aber regelmäßig eingewechselt und dürfte daher auch zum WM-Kader gehören. Sein Vereinskollege Alario ist hingegen ein Wackelkandidat. Immer wieder werfen ihn Verletzungen zurück. Auch in dieser Abstellungsphase feht der Stürmer angeschlagen.

Jonathan Tah & Florian Wirtz Die Konkurrenz in der Abwehr der DFB-Auswahl ist für den nachnominierten Tah weiter groß. Dass ihn Bundestrainer Hansi Flick für die letzten Länderspiele in diesem Jahr im zweiten Schritt berücksichtigt hat, ist aber ein Zeichen dafür, dass er den Bayer-Verteidiger nach wie vor auf dem Zettel hat. Für Tah wäre es erst sein zweites großes Turnier nach der EM 2016. Der aktuell angeschlagene Wirtz gilt als eines der größten Talente im deutschen Fußball und dürfte seinen Platz im Team sicher haben.

Edmond Tapsoba Burkina Faso und der auch im Nationalteam gesetzte Tapsoba benötigen am Dienstag einen Sieg in Algerien, um den Tabellenführer noch zu überholen und sich für die dritte und letzte Qualifikationsphase des afrikanischen Verbands im kommenden März zu qualifizieren.

Odilon Kossounou Schon mit einem Remis am Dienstag bei Verfolger Kamerun stünden der 20-jährige Abwehrspieler und die Elfenbeinküste in der letzten Qualifikationsrunde. Der Leverkusener Sommerzugang aus Brügge ist Stammspieler bei den Ivorern.