Bayer 04 Leverkusen: Das sagt Julian Brandt zu seiner Zukunft bei Bayer Leverkusen

Verbleib oder Wechsel? : Brandt spricht über seine Zukunft bei Bayer 04

Der deutsche Nationalspieler in Diensten von Bayer 04 kann den Verein aufgrund einer Ausstiegsklausel in Höhe von kolportierten 25 Millionen Euro schon in diesem Sommer verlassen. Brandt macht sich folglich Gedanken um seine Zukunft.

Dass Bayer 04 mit hoher Wahrscheinlichkeit zum dritten Mal in Folge die Champions League verpasst, könnte ein entscheidender Faktor bei der Frage werden, ob Julian Brandt seinen bis 2021 gültigen Vertrag in Leverkusen erfüllt. Aufgrund einer Ausstiegsklausel in Höhe von kolportierten 25 Millionen Euro kann er den Verein schon in diesem Sommer verlassen. „Kai Havertz wird ja im Moment öfter damit konfrontiert als ich, und er hat das ganz gut gesagt: Wir spielen die Saison zu Ende und schauen, wie wir stehen und wie der Verein steht“, sagte Brandt am Montag nach dem Training.

Natürlich mache auch er sich Gedanken, „aber nicht während der Saison. Dafür ist mir der Verein und das Hier und Jetzt zu wichtig. Wenn ich mich nur noch damit beschäftigen würde, dann würde meine Leistung darunter leiden, und das hätte der Verein nicht verdient, der mir über die Jahre sehr viel Vertrauen geschenkt hat.“ Eine Entscheidung soll daher nicht vor dem 18. Mai fallen – dem letzten Spiel der Werkself in dieser Saison in Berlin. Brandt: „Davor gibt es von mir gar nichts, keine Entscheidung, und es wird auch nichts feststehen. Es wird sicherlich bis dahin ein offenes Thema sein, aber damit kann ich mich anfreunden.“

Drei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten in Folge sind nicht spurlos an ihm vorübergegangen. „Die vergangenen drei Wochen tun weh, auch in der Art, wie sie passiert sind“, sagte der 22-Jährige. Noch sei das Minimalziel, die Europa League, aber erreichbar, unterstrich der 24-malige deutsche Nationalspieler. „Das kann ja auch sehr schnell einen Aufwärtstrend geben, wenn du in Stuttgart gewinnst.“

Persönlich läuft es für den Blondschopf in der Rückrunde mehr als ordentlich. Seitdem Trainer Peter Bosz ihn im offensiven Mittelfeld spielen lässt, ist die Zahl seiner Torvorbereitungen in die Höhe geschnellt. Allein in diesem Kalenderjahr hat der gebürtige Bremer acht Treffer vorbereitet. Mit insgesamt zwölf Vorlagen liegt Brandt ligaweit auf dem dritten Platz. Nur Münchens Joshua Kimmich (13) und Dortmunds Jadon Sancho (16) waren effektiver.

Wichtiger als eigene Statistiken ist dem 2014 aus Wolfsburg unters Bayer-Kreuz gewechseltem Profi freilich ein guter Saisonabschluss mit der Werkself. Der erneute Rückschlag nagt deshalb an ihm. „Gegen Leipzig müssen auch zwei Tore reichen, um das Spiel zu gewinnen“, sagte er. Neben den defensiven Schwächen weiß Brandt aber auch, dass die Chancenverwertung abermals zu wünschen übrig ließ – und ein wiederkehrendes Phänomen in Leverkusen ist. „In meinen Augen ist das mit der Hauptgrund, warum der Verein seit zwei Jahren nicht in der Champions League ist“, betonte Brandt. „Wir haben Qualität im Kader, aber diesen Killerinstinkt, den haben wir momentan nicht im Team – und auch in den letzten Jahren nicht.“

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