Tabellenvorletzter Bei Bayer 04 regiert das Prinzip Hoffnung

Berlin · Profis, Trainer und Klubführung präsentieren nach Leverkusens Punktgewinn in Berlin demonstrative Geschlossenheit und beteuern den gemeinsamen Glauben an die Trendwende. Die tabellarische Lage ist für Bayer jedoch bedrohlich.

Leverkusens Odilon Kossounou (r.) wird von den Berlinern Marco Richter (l.) und Marvin Plattenhardt unter Druck gesetzt.

Leverkusens Odilon Kossounou (r.) wird von den Berlinern Marco Richter (l.) und Marvin Plattenhardt unter Druck gesetzt.

Foto: dpa/Andreas Gora

Das 2:2 (0:0) von Bayer 04 in der Hauptstadt gegen Hertha BSC kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Auf der einen Seite machte die Werkself beileibe nicht ihr schlechtestes Spiel, erarbeitete sich genügend Chancen, um gewinnen zu können, zeigte Einsatz und – nachdem Berlin das Spiel zwischenzeitlich gedreht hatte und wie von den Protagonisten auch hervorgehoben – auch Moral. Allerdings offenbarte das Team von Trainer Gerardo Seoane erneut defensive Schwächen, leistete sich abermals individuelle Aussetzer und hätte die Partie mit etwas weniger Spielglück in den entscheidenden Szenen auch verlieren können. Besonders problematisch wird es dann mit Blick auf die Tabelle. Denn in der ist Leverkusen inzwischen auf den vorletzten Platz abgestürzt.