Bayer 04 Leverkusen: Cristiano Ronaldo kommt mit Juventus in die BayArena

Champions League-Auslosung : Cristiano Ronaldo kommt in die BayArena

In der Champions League bekommt es die Werkself mit Juventus Turin, Atlético Madrid und Lokomotive Moskau zu tun. „Juventus mit Cristiano Ronaldo ist natürlich traumhaft für unsere Fans“, freute sich Bayers Sportdirektor Simon Rolfes.

In dieser Saison macht die Werkself das Dutzend voll. Zum zwölften Mal spielt Bayer 04 in der Champions League – und die Auslosung in Monaco hat der Mannschaft von Trainer Peter Bosz eine anspruchsvolle Gruppe beschert. Atlético Madrid, Juventus Turin und Lokomotive Moskau kämpfen ab dem 17. September in Gruppe D mit Bayer um die Punkte in der Königsklasse. „Wir freuen uns über diese Gruppe“, sagte der Trainer. „Es sind sehr, sehr starke Mannschaften, aber das war ja in diesem Wettbewerb von vornherein klar. Eine tolle Herausforderung. Jetzt gehen wir es an, diese Aufgabe zu meistern.“

Zuletzt gelang Bayer 04 unter Trainer Roger Schmidt der Einzug in die Champions League. Vor knapp drei Jahren überstand die Werkself die Gruppenphase erstmals in der Klubgeschichte ohne Niederlage und zog in das Achtelfinale ein. Damals die Gegner: Tottenham Hotspur, AS Monaco und ZSKA Moskau. Gegen Atlético Madrid war indes nach der 2:4-Niederlage im Hinspiel sowie dem torlosen Remis im Rückspiel das Aus besiegelt. „Wir wollen ein paar Hochkaräter haben. Das gehört zur Champions League dazu“, sagte Sportgeschäftsführer Rudi Völler am Samstag mit Blick auf die Auslosung.

Dieser Wunsch hat sich mit Juventus Turin und deren Superstar Cristiano Ronaldo sowie Atlético Madrid auf jeden Fall erfüllt. Beide sind seit Jahren Stammgäste in der K.o.-Runde und stets im engeren Kreis der Favoriten, wenn es um mögliche Finalteilnehmer geht. Auf die Italiener traf Leverkusen in der Königsklasse zuletzt im Jahr 2001. Einer 0:4-Niederlage im Hinspiel ließ die damals von Klaus Toppmöller trainierte Mannschaft ein 3:1 im Heimspiel folgen. Es war in der Gruppenphase einer legendären Leverkusener Champions-League-Saison, die bis ins Endspiel führte, das 1:2 gegen Real Madrid verlorenging. Gegen die Spanier gelang indes nur ein Sieg in sechs Aufeinandertreffen. 2015 gewann die Werkself 1:0 im Hinspiel des Achtelfinals, verlor allerdings den zweiten Vergleich im Elfmeterschießen.

Sportdirektor Simon Rolfes äußerte sich wie folgt zur Auslosung: „Das ist eine Top-Gruppe mit Top-Mannschaften. Mit Atlético haben wir uns ja noch in der Champions-League-Saison 2016/17 im Achtelfinale gemessen – das waren super Spiele. Juventus mit Cristiano Ronaldo ist natürlich traumhaft für unsere Fans. Und russische Teams sind immer gefährlich, da macht Lokomotive Moskau keine Ausnahme. Aber ich bin mir sicher, dass auch wir für unsere Gegner ein dicker Brocken sind. Jetzt wollen wir alles einsetzen, um die Gruppenphase erfolgreich zu gestalten.“

Mit Lokomotive Moskau verbindet Leverkusen noch keine Geschichte in dem prestigeträchtigsten Vereinswettbewerb der Fußballwelt. Für beide Teams wird es das erste Aufeinandertreffen. Immerhin gab es 2014 ein Freundschaftsspiel im Trainingslager in Zell am See: 3:1 setzte sich Bayer 04 in den österreichischen Alpen durch. Kapitän der Moskauer ist der ehemalige Leverkusener Vedran Corluka. Er absolvierte 2012 acht Pflichtspiele für die Werkself. Zudem spielt der ehemalige deutsche Nationalspieler und Weltmeister von 2014, Benedikt Höwedes, seit vergangenem Jahr für den russischen Hauptstadtklub.

„Wir können uns auf fantastische Champions-League-Nächte freuen“, sagt Völler. „Juventus und Atlético sind europäische Hochkaräter, Lokomotive als russischer Vizemeister hat hohe Qualität. Wir werden alles geben, um das Achtelfinale zu erreichen.“