Bayer 04 Leverkusen bezwingt Eintracht Frankfurt 4:1

4:1-Heimsieg: Bayer schießt Frankfurt ab - Hattrick von Volland

Die Werkself hat das Duell der Pokalhalbfinalisten gegen Eintracht Frankfurt mit 4:1 (1:1) für sich entschieden. Mann des Tages war Kevin Volland, dem ein Hattrick in der zweiten Halbzeit gelang. Durch den Sieg hat Bayer 04 den vierten Platz in der Tabelle gefestigt und den Vorsprung auf die Eintracht auf fünf Punkte ausgebaut.

Bayer-Trainer Heiko Herrlich konnte gegen die Hessen entgegen der Erwartungen auf die angeschlagenen Bernd Leno (Bänderdehnung im Knie) sowie Sven Bender (verstauchtes Sprunggelenk) zurückgreifen. So kam es nur zu zwei Wechseln im Vergleich zum überzeugenden 4:1-Erfolg am Montagabend: Für Jonathan Tah, der beim Aufwärmen über muskuläre Probleme klagte, und Wendell (doppelter Bänderriss im Sprunggelenk) rückten Panagiotis Retsos und Benjamin Henrichs in die erste Elf.

In der mit 30.210 Zuschauern ausverkauften BayArena verzichteten die Anhänger der Hausherren in der ersten Spielminute auf die sonst üblichen Fangesänge. Die Schweigeminute galt Leverkusens Fan-Ikone Heinz Ern, der nach langer, schwerer Krankheit in der Vorwoche verstorben war.

Die Gastgeber erwischten den etwas besseren Start in die Partie und kamen durch den abermals stark aufspielenden Julian Brandt zum 1:0 (20.). Nach einer schönen Hereingabe von Kai Havertz, der sein 50. Bundesliga-Spiel für Bayer 04 bestritt, traf der Blondschopf mit einem sehenswerten Kopfballtreffer. Die Freude über den Führungstreffer währte aber nicht lange: Nur drei Minuten später kamen die Gäste aus Hessen zum Ausgleich. Marco Fabian vollendete einen Konter der Gäste.

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Bis zur Pause neutralisierten sich beide Champions-League-Anwärter dann auf gutem Niveau. Die Abwehrreihen standen sicher und ließen kaum Torchancen zu. Brandt probierte es noch einmal aus der Distanz (34.). Der Wirbel um den bevorstehenden Wechsel von Frankfurt-Trainer Niko Kovac zum FC Bayern München, der am Freitag offiziell wurde, schien die Leistung der SGE nicht sonderlich zu beeinträchtigen.

Die erste gute Chance nach dem Seitenwechsel hatten dann aber die Leverkusener. Leon Baileys Schuss aus der Distanz knallte allerdings nur gegen die Latte - Eintracht-Keeper Lukas Hradecky wäre wohl machtlos gewesen (51.).

Die Werkself erhöhte nun den Druck auf die Gäste und kam durch Volland zum verdienten 2:1 (71.). Havertz hatte den Ball prima weitergeleitet, Volland spitzelte den Ball gekonnt ins Tor. Eben jener Volland war es dann auch, der für die endgültige Entscheidung sorgte. Jeweils nach Vorarbeit des eingewechselten Karim Bellarabi traf der 25-Jährige in der 77. und 88. Minute - und avancierte mit seinem Hattrick zum Mann des Spiels

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