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Bayer 04 Leverkusen: Arias brennt auf seinen ersten Einsatz

Bayers neuer Rechtsverteidiger : Arias brennt auf seinen ersten Einsatz

Santiago Arias von Bayer 04 Leverkusen könnte am Samstag beim VfB Stuttgart sein Debüt für den Werksklub feiern. Der von Atlético Madrid auf Leihbasis unters Bayer-Kreuz gewechselte Kolumbianer fühlt sich fit – und hofft nun auf eine positive Nachricht von Trainer Peter Bosz.

Beim 1:1 der Werkself im Duell mit RB Leipzig fehlte er noch auf dem Spielberichtsbogen. Am Samstag, beim Gastspiel der Leverkusener in Stuttgart, könnte Santiago Arias nun sein Debüt für Bayer 04 feiern. Der 28-Jährige freut sich schon auf das erste Pflichtspiel für seinen neuen Klub. „Ich fühle mich schon jetzt als fester Bestandteil der Mannschaft“, sagte der Rechtsverteidiger in einer virtuellen Medienrunde am Mittwoch. „Ich bin schon die gesamte Woche fit. Jetzt warte ich eigentlich nur auf die Entscheidung des Trainers, ob ich spielen darf oder nicht.“

Seit rund einer Woche trainiert der 1,78 Meter große Abwehrspieler unter Coach Peter Bosz. Der niederländische Coach der Werkself weiß bereits seit Längerem um die Qualitäten seines neuesten Spielers: Arias spielte zwischen 2013 und 2018 in der niederländischen Eredivisie, in der er mit seinem Verein PSV Eindhoven auch ein ums andere Mal gegen eine von Bosz trainierte Mannschaft antrat.

„Ich versuche, das Maximum aus mir herauszuholen“, sagte Arias zu seinen persönlichen Zielen mit dem Werksklub. „Ich habe genug Erfahrung gesammelt in den letzten Jahren – und das möchte ich hier auch zeigen.“ Sollte sich Arias, dessen Konkurrenten auf der rechten Abwehrseite Ex-Kapitän Lars Bender sowie der unter Bosz kaum noch berücksichtigte Mitchell Weiser sind, sich unter dem Bayer-Kreuz durchsetzen, winkt ihm ein langfristiger Vertrag. Für die einjährige Leihe inklusive Kaufoption überwies Leverkusen dem Vernehmen nach weniger als zehn Millionen Euro in die spanische Hauptstadt.

Die Eingewöhnungszeit des 53-maligen kolumbianischen Nationalspielers und zweifachen WM-Teilnehmers (2014 und 2018) im Rheinland fällt ihm nicht zuletzt aufgrund der immer größer werdenden Fraktion lateinamerikanischer Profis bei Bayer 04 leicht. Dass das eine Hilfe ist, leugnet Arias nicht, betont aber im selben Atemzug: „Ich habe auch schon ein paar Jahre in Holland gelebt, als ich für Eindhoven gespielt habe. Ich komme schon alleine klar. Aber sicherlich ist es schon wie in einer kleinen Familie mit den vielen Lateinamerikanern hier.“

Angesprochen auf die größten Unterschiede zu Atlético Madrid, wo seit 2011 Trainer Diego Simeone das Sagen hat, und der von Bosz trainierten Werkself, erläuterte der Rechtsverteidiger: „Der größte Unterschied ist der Ballbesitz. Der ist in Leverkusen viel wichtiger als bei Atlético, wo zunächst einmal die Null stehen muss.“

Das wird auch am Samstag (15.30 Uhr) entscheidend für Bayer 04 sein. Bei Aufsteiger Stuttgart soll nach zwei Unentschieden zum Start in die neue Bundesliga-Saison der erste Sieg eingefahren werden.