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Bayer 04 Leverkusen: Angreifer Patrik Schick folgt auf Kevin Volland

Transfer perfekt : Schick schließt die Lücke im Sturm

Der Ersatz für Kevin Volland ist gefunden: Bayer Leverkusen verpflichtet Angreifer Patrik Schick für 26,5 Millionen Euro. Der 24-jährige Tscheche absolvierte am Dienstag den Medizincheck und unterschrieb einen Vertrag bis 2025.

Der Name Patrik Schick geisterte bereits im vergangenen Jahr durch das Umfeld von Bayer Leverkusen. Angeblich war der Werksklub an einer Verpflichtung interessiert, doch RB Leipzig lieh den Stürmer des AS Rom letztlich für ein Jahr aus. Gerne hätte der Champions-League-Teilnehmer aus Sachsen den 24-jährigen Stürmer in diesem Sommer gehalten. Doch Trainer Julian Nagelsmann erklärte unlängst, der Transfer wäre für den Verein nicht zu stemmen gewesen – und wenn, wäre es der einzige für die anstehende Saison gewesen. So machte Bayer Leverkusen Nägeln mit Köpfen und nahm den schnellen, kopfballstarken und trickreichen Angreifer bis 2025 unter Vertrag.

Die Dienste des Tschechen lässt sich Leverkusen 26,5 Millionen Euro kosten. Das geht aus der offiziellen Transfermeldung der Italiener hervor. Rom würde zudem bei einem Weiterverkauf des Angreifers zehn Prozent eines möglichen Transfergewinns erhalten. Klar ist auch, welche Rolle Schick in der Werkself einnehmen soll: die von Kevin Volland. Der langjährige Stammspieler wechselte vergangene Woche nach Monaco und hinterließ eine Lücke im Angriff, die der gebürtige Prager nun schließen soll.

Wer sich ein Video mit den besten Aktionen des Nationalspielers anschaut, versteht schnell, warum Bayer im Gegensatz zu RB bereit war, die Ablösesumme zu zahlen. Schick ist trotz 1,87 Meter Körpergröße schnell mit und ohne Ball, technisch beschlagen, stark im Luftkampf und hat den nötigen Torinstinkt. Allerdings hat er Nagelsmann zufolge auch kleinere physische Defizite. „Er hatte immer wieder Wehwehchen. Das muss man berücksichtigen, wenn man die Ablösesumme sieht, die zu bezahlen war“, sagte Leipzigs Trainer. Auch das sei ein Grund gewesen, von einem Transfer Schicks Abstand zu nehmen, trotz seiner zehn Tore in 22 Ligaspielen für RB.

Beim obligatorischen Medizincheck am Dienstag in Leverkusen gab es diesbezüglich keine Bedenken. Wenige Stunden später war der Wechsel offiziell – und Trainer Peter Bosz um eine spannende Option in der Offensive reicher. „Mit Patrik Schick haben wir einen international renommierten Mittelstürmer für uns gewonnen, der seine Torjäger-Qualitäten sowohl in der Serie A als auch in der Bundesliga sehr eindrucksvoll und konstant bewiesen hat“, sagte Sportgeschäftsführer Rudi Völler. Schicks Durchschlagskraft werde dem Angriffsspiel guttun, ergänzte der Weltmeister von 1990. „Und auch er selbst bekommt in unserer Mannschaft Mitspieler an die Seite gestellt, die ihn und seine Stärken gut in Szene setzen können.“

Sportdirektor Simon Rolfes betrachtet Schick als „klassischen Mittelstürmer – technisch versiert, kopfballstark und in der Lage, Bälle festzumachen und zu behaupten.“ Der Tscheche sei zudem spielintelligent und verfüge über einen besonderen Sinn für die richtige Position im Strafraum. „Mit ihm werden wir schwer auszurechnen und zu verteidigen sein.“

Der nach Torhüter Lennart Grill zweite Sommerzugang bezeichnete den Werksklub derweil als einen spannenden Verein. „Ich habe in den Spielen mit Leipzig selbst sehen können, über was für eine super Mannschaft Bayer 04 verfügt. Sie spielen offensiv und aggressiv – das alles sind Dinge, die ich mag und die meiner Auffassung von Fußball entsprechen“, sagte der 24-jährige Angreifer. „Bayer 04 ist ein Top-Klub in der Bundesliga. Und ich freue mich sehr, dass ich weiter in Deutschland und für diesen Verein auch international spielen kann.“

Sein Debüt könnte Schick womöglich schon am Sonntag (15.30 Uhr) feiern. Dann empfängt die Werkself in der ersten Pokalrunde den Regionalligisten Eintracht Norderstedt in der BayArena.