Bayers Matchwinner in Heidenheim Amine Adli avanciert zum Spielentscheider

Heidenheim · Mit einem Tor und einer Vorlage gehört Amine Adli beim 2:1 von Bayer 04 in Heidenheim zu den Profis, die den Unterschied machen. Der marokkanische Nationalstürmer befindet sich auf einem guten Weg zurück zur Top-Form.

Vorbereiter und Vollstrecker beim gemeinsamen Torjubel: Florian Wirtz und Amine Adli (r.).

Vorbereiter und Vollstrecker beim gemeinsamen Torjubel: Florian Wirtz und Amine Adli (r.).

Foto: dpa/Tom Weller

Für Amine Adli ist es bisher eine skurrile Saison. Die ersten Wochen der neuen Spielzeit verpasste der in Südfrankreich geborene Profi aufgrund einer Rotsperre aus der vorherigen Spielzeit. Nicht zuletzt, da es auch ohne ihn hervorragend lief, musste er sich fortan vor allem mit Einsätzen in Pokal und Europa League begnügen. In der Liga blieb ihm nur die Jokerrolle. Aufgrund seiner Teilnahme am Afrika-Cup mit Marokko fehlte er Anfang des Jahres nun erneut mehrere Wochen. Erst jetzt hat der 23-Jährige offenbar seinen Rhythmus gefunden – und sich mit starken Leistungen einen Platz in der Bundesliga-Startelf erarbeitet.

Beim 2:1 (1:0) der Leverkusener in Heidenheim war der 2021 aus der zweiten französischen Liga unters Bayer-Kreuz gewechselte Angreifer einer der Unterschiedsspieler. Den ersten Treffer durch Jeremie Frimpong bereitete er vor, das vorentscheidende zweite Tor erzielte Adli dann gleich selbst. Nach seinem zwischenzeitlichen Ausgleich im Pokal gegen Stuttgart, seinem starken Auftritt beim 3:0 gegen die Bayern, als ihn Trainer Xabi Alonso anstelle von Mittelstürmer Patrik Schick aufbot, war es nun das dritte Spiel in Serie, bei dem die dribbelstarke Offensivkraft Werbung in eigener Sache betrieb.

„Wir brauchen Amine in Bestform“, sagte Alonso. „Er ist in einem guten Moment. Wir brauchen seine Energie, seine Qualität und seine Läufe in die Tiefe“, lobte der 42-Jährige – und attestierte ihm darüber hinaus „eine gute Verbindung“ zu Schick und Florian Wirtz. „Er hat es gegen Stuttgart, Bayern und Heidenheim gut gemacht.“

Adli, dessen Positionskonkurrent Jonas Hofmann in der Liga zuletzt drei Mal in Folge von der Bank kam, zeigte sich nach seinem erst zweiten Bundesliga-Tor in dieser Saison sowohl mit der Leistung als auch mit den drei Punkten sehr zufrieden. „Wir versuchen einfach weiter, Woche für Woche zu gewinnen und das Momentum aufrechtzuerhalten“, sagte er. Die Rekordserie von 32 Pflichtspielen ohne Niederlage ist ihm zufolge jedoch kein Thema in der Kabine. Dass das Team derzeit außergewöhnlichen Erfolg hat, ist ihm indes klar. „Wir spielen eine großartige Saison – diese Mannschaft ist besonders.“

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Dem dürfte auch sein Trainer kaum widersprechen. Der lobte sein Team angesichts des 18. Sieges im 22. Ligaspiel für eine „gute Leistung und ein gutes Ergebnis“. Die Mannschaft habe „sehr serös gespielt. Das, was wir vorbereitet und besprochen haben, hat das Team gut gemacht.“ Sich nicht nur für ein Topspiel zu motivieren, sondern auch in Heidenheim zu kämpfen und zu bestehen, gefiel dem Coach.

Weiter gehts für die Werskelf bereits am Freitag (20.30 Uhr). Dann ist Mainz 05 zu Gast in der BayArena.

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