Admir Mehmedi verlässt Bayer 04 Leverkusen und wechselt zum VfL Wolfsburg

Herrlich bestätigt Abschied: Mehmedi verlässt die Werkself und wechselt nach Wolfsburg

Bis zu zehn Millionen Euro soll sich der VfL Wolfsburg die Dienste des Schweizers Admir Mehmedi kosten lassen. Bayer-Trainer Heiko Herrlich bedauert den Abgang.

Noch ist der Deal nicht offiziell, doch die Zeichen stehen klar auf Abschied: Admir Mehmedi wird die Werkself aller Voraussicht nach noch am Mittwoch verlassen und sich dem Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg anschließen. Beim ersten Training von Bayer 04 Leverkusen in dieser Woche am Dienstagnachmittag fehlte der 26-Jährige bereits. Trainer Heiko Herrlich bestätigte den bevorstehenden Wechsel des Schweizer Nationalspielers und sagte: "Es gab viele Gespräche in den letzten Tagen. Ich wollte eigentlich unbedingt, dass er bleibt." Die Niedersachsen sollen offenbar bereit sein, acht Millionen Euro für den Leverkusener Ersatzstürmer zu zahlen.

In einem Telefonat am Dienstagvormittag habe Herrlich noch versucht, seinen zuletzt nur sporadisch eingesetzten Angreifer von einem Verbleib unterm Bayer-Kreuz zu überzeugen — ohne Erfolg. "Irgendwann kommt dann auch der Punkt, an dem du sagen musst: 'Komm, dann ist es wichtiger, dass du Leute hast, die sich zu 100 Prozent mit der Sache identifizieren und an ihre Chance glauben'", erklärte Herrlich. Freilich dürfte bei Mehmedi auch die Hoffnung auf mehr Spielzeit bei den "Wölfen" und der damit verbundenen erhöhten Chance auf einen Stammplatz im WM-Kader der Schweizer Nationalmannschaft Grund für den sofortigen Wechsel gewesen sein.

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Bayer 04 hatte Mehmedi im Sommer 2015 für rund 7,5 Millionen Euro vom SC Freiburg geholt. Seit seinem Wechsel unters Bayer-Kreuz pendelte Mehmedi zwischen Ersatzbank und Startelf. Bereits vergangenen Sommer galt er als einer der ersten Kandidaten für einen Vereinswechsel, doch der 57-fache Nationalspieler blieb in Leverkusen.

In 15 Einsätzen in dieser Spielzeit gelangen Mehmedi zwei Tore und fünf Vorlagen. Beim 2:0-Erfolg der Werkself gegen Mainz stand er zwar im Kader, wurde allerdings nicht eingewechselt. Teamkollege Benjamin Henrichs bot sich Anfang der Woche offenbar ebenfalls die Gelegenheit den Klub zu wechseln. Der 20-jährige Nationalspieler erteilte RB Leipzig allerdings eine Absage. "Es ist gut, dass Benni sich hier durchbeißen will, auch wenn er nicht so oft gespielt hat. Es ist ein klares Zeichen", begrüßte Herrlich die Entscheidung des Abwehrspielers. Das Transferfenster in Deutschland schließt am Mittwoch um 18 Uhr.

(seb)