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Amateurfußball in den Niederlanden: Spieler prügeln Linienrichter tot

Amateurfußball in den Niederlanden : Spieler prügeln Linienrichter tot

Richard Nieuwenhuizen ist im niederländischen Almere von B-Jugendlichen nach einem Spiel am Sonntag verprügelt worden. Am Montag teilte der Verein mit, dass der dreifache Vater im Beisein seiner Familie gestorben ist. Der 41-jährige Linienrichter erlag im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen, die ihm nach dem Abpfiff zugefügt worden waren.

Es war ein Nachwuchsspiel zwischen der dritten B-Jugendmannschaft von Buitenboys Almere und der B 1 von Nieuw Sloten aus Amsterdam, bei der sich der Vorfall ereignete. Der 41-jährige Mann war Vater eines Almere-Spielers und hatte — wie es im Jugendfußball üblich ist — den Part des Linienrichters übernommen.

Mit fürchterlichen Folgen: Nach dem Abpfiff griffen ihn mehrere Spieler aus Amsterdam an. Der 41-Jährige flüchtete über den Platz, drei Gästespieler jagten den Mann und holten ihn auch ein. Das Trio schlug auf den Vater ein und trat auch mehrfach gegen den Kopf des am Boden liegenden Opfers. Nach der Attacke war der Gesundheitszustand des 41-Jährigen zunächst noch nicht kritisch, erst im Laufe des Sonntags verschlechterte sich dieser, so dass der dreifache Familienvater mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste, wo er gestern starb.

Die niederländische Polizei hat zwei 15-jährige und einen 16-jährigen Spieler aus Amsterdam festgenommen. Die drei in Untersuchungshaft sitzenden Nachwuchsspieler sollen noch in dieser Woche dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei schließt nicht aus, dass noch weitere Spieler der Mannschaft aus Amsterdam verhaftet werden.

Der niederländische Fußballverband KNVB teilte mit, dass im vergangenen Jahr 200 Mitglieder für mehr als zwei Jahre gesperrt wurden, 74 erhielten eine lebenslange Sperre. Durchschnittlich kommt es im niederländischen Amateurfußball an einem Spieltag auf 25 Plätzen zu Ausschreitungen.

(RP/can)