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Pleite: SG Wattenscheid 09 muss Spielbetrieb in der Regionalliga West einstellen

Last-Minute-Rettung geplatzt : SG Wattenscheid 09 stellt den Spielbetrieb ein

Bis zuletzt hatte die SG Wattenscheid 09 auf die Rettung gehofft - vergebens. Der Klub muss den Rückzug aus der Fußball-Regionalliga antreten. Das endgültige Aus des Vereins soll das aber nicht bedeuten.

„Ich bin sehr enttäuscht, dass es trotz des hohen Engagements vieler Personen aus dem Verein und dessen Umfeld nicht gelungen ist, Sponsoren für die Finanzierung des Spielbetriebs zu gewinnen“, erklärt die Insolvenzverwalterin Anja Commandeur in einer Mitteilung des Vereins. Bis zum Winter hätte dem früheren Bundesligisten ein sechsstelliger Betrag gefehlt, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Gespräche mit möglichen Geldgebern sind aber nicht zum erhofften Ergebnis gekommen.

Commandeur hatte den monatlichen Liquiditätsbedarf vor knapp zwei Wochen auf 70.000 bis 100.000 Euro beziffert - je nach Erfolg und Prämienanspruch der Regionalligamannschaft. Bislang konnte der Spielbetrieb durch das Insolvenzgeld bis zum 30. September abgesichert werden. Nach Informationen des Fachmagazins kicker wären "mindestens 600.000 Euro" nötig gewesen, um den Spielbetrieb bis zum Saisonende zu sichern.

Wattenscheid hatte wiederholt erklärt, den Spielbetrieb fortsetzen zu wollen. Nach 13 Spielen in der Regionalliga West lag der Traditionsklub mit 16 Zählern auf dem elften Platz.

Der Rückzug aus der Regionalliga besiegelt jedoch nicht zwangsläufig das Ende des Vereins. Privat- und Geschäftsleute tragen finanziell dafür Sorge, dass die Jugendabteilung über ein Insolvenzplanverfahren erhalten bleiben und den Spielbetrieb aufrechterhalten kann. Damit besteht auch für die Erste Mannschaft theoretisch die Möglichkeit, in einer höheren Spielklasse neu anzufangen. Ein Neuanfang sei damit trotz des Rückzugs der Regionalliga-Mannschaft gelungen, heißt es in der Mitteilung des Klubs.

(ako/sid)