Energie Cottbus entschuldigt sich für rassistische Zwischenfälle

Hitlergruß und rechte Parolen : Energie Cottbus entschuldigt sich für rassistische Zwischenfälle

Energie Cottbus hat das Verhalten einiger Fans am Rande des Heimspiels gegen den FC Babelsberg (3:0) verurteilt. Anhänger des Regionalligsten sollen mit rassistischen Parolen und dem Zeigen des Hitlergrußes auffällig geworden sein.

"Mit Bestürzung nahm der FC Energie zur Kenntnis, dass am vergangenen Sonnabend eine bestimmte Personengruppe im Block E der Westtribüne gegenüber unseren Gästen des SV Babelsberg 03 abwertende und vereinzelt rechtsgesinnte Parolen rief", erklären die Lausitzer in einer Stellungnahme auf ihrer Website.

Der SV Babelsberg ist für seine aktive linke und antifaschistische Fanszene bekannt. Beide Klubs trafen am Samstag zum ersten Mal seit 1988 in einem Pflichtspiel aufeinander. Im Vorfeld der Partie waren im Stadtbild bereits Graffiti mit antisemitischen Parolen wie "Juden 03" und "Babelsberg vergasen" aufgetaucht.

Während des Spiels sollen Energie-Anhänger dann "Juden", "Zecken", "Zigeuner" oder auch "Sieg Heil" in Richtung der Gäste gerufen haben. Während der Energie-Hymne habe ein Stadionbesucher zudem den Hitlergruß gezeigt. Das berichtet unter anderem der Dauerkarteninhaber und Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese (SPD) gegenüber dem Portal "Niederlausitz aktuell". Ferner zeigten Cottbuser Fans ein nicht zitierfähiges Banner, das Energie Cottbus auch in seiner Stellungnahme verwendet — allerdings verpixelt. Schon vor dem Spiel hatten Fans der Lausitzer Pyrotechnik auf Babelsberger Anhänger geworfen, die Polizei nahm 13 Fans in Gewahrsam.

Der FC Energie Cottbus erklärt, dass er nun gemeinsam mit Staatsanwaltschaft und Polizei die Vorfälle aufarbeite. Dabei würden Zeugenaussagen und Videoaufnahmen ausgewertet. Tätern, die dingfest gemacht werden könnten, droht der Verein mit Konsequenzen.

"Energie Cottbus steht für Fairness, Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz und lehnt Formen von Diskriminierung, Rassismus und Gewalt konsequent ab", heißt es in der Erklärung weiter. Der frühere Bundesligist entschuldigt sich weiterhin bei allen Fans und verspricht, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um zu verhindern, dass sich derartige Vorfälle wiederholen.

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