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Ehemaliger Bundesliga-Profi aus Brasilien: Alex Alves ist an Leukämie erkrankt

Ehemaliger Bundesliga-Profi aus Brasilien : Alex Alves ist an Leukämie erkrankt

Alex Alves ist vielen deutschen Fußball-Fans noch aus seiner Zeit in der Bundesliga bekannt. Der exzentrische Angreifer aus Brasilien, der von 2000 bis 2003 für Hertha BSC Berlin spielte, ist an Leukämie erkrankt und wurde in einer Spezialklinik in Brasilien operiert.

In Berlin denkt man zwiespältig an den Bruder von Barcelonas Superstar Dani Alves und sein Gastspiel in der Hauptstadt zurück. Neben kuriosen Verletzungen wie Fußpilz und Hodenbeschwerden bleiben sein weißer Frauenpelz, den er bei der Vereins-Weihnachtsfeier trug und Eskapaden im Straßenverkehr (er verlor dreimal den Führerschein) in Erinnerung. Mit 130.000 Euro hält er bei Hertha den vereinsinternen Rekord an Geldstrafen.

Sportlich gelang ihm in Berlin nie der rechte Durchbruch, obwohl er 2000 im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln mit einem fulminanten Weitschuss aus dem Mittelkreis Deutschlands "Tor des Jahres" erzielte. Insgesamt kommt er auf 25 Treffer in 81 Spielen.

Seine Erkrankung, an der der mittlerweile veramte 37-Jährige laut "Bild" bereits seit vier Jahren leiden soll, wurde nun durch die Operation in einer brasilianischen Spezialklinik, bei der ihm offensichtlich Knochenmark eines Bruders transplantiert wurde, öffentlich.

Acht Monate musste Alves auf eine Operation warten, weil der Eingriff weitgehend über das öffentliche Gesundheitssystem SUS finanziert wird. In dieser Zeit bekam der Ex-Kicker eine Chemotherapie, die aber nicht richtig anschlug.

Alves hat dem Krankenhaus jede Stellungnahme untersagt, er möchte keinen Medienrummel. Freunde und Ex-Kollegen organisieren derzeit ein Benefizspiel. Dazu hat Alves aber noch nicht seine Zustimmung gegeben. "Er ist auf dem Weg der Besserung", sagte seine Ehefrau Nadya Franca. Alves' Tochter Alexandra sagte im TV: "Du bist der beste Vater der Welt, ich will Dich niemals verlieren."

(can)