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Änis Ben-Hatira weist Salafismus-Unterstützung zurück - Wohnung durchsucht

Razzia gegen mutmaßliches Salafistennetzwerk : Wohnung von Ex-Bundesliga-Spieler Ben-Hatira durchsucht

Die Polizei hat Einrichtungen eines islamistischen Netzwerks in neun Bundesländern durchsucht. Im Fokus der Ermittlungen auch Ex-Bundesliga-Profi Änis Ben-Hatira. Der 30-Jährige wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Die Wohnung des ehemaligen Bundesligaprofis Änis Ben-Hatira ist am Mittwoch im Rahmen einer Razzia gegen ein mutmaßliches deutschlandweit aktives Salafistennetzwerk durchsucht worden. "Ich finde es stillos, dass man mich mit Sachen in Verbindung bringt, von denen ich mich klar distanziert habe - von jeglicher Form der Radikalisierung und des Terrorismus", sagte der frühere tunesische Fußball-Nationalspieler dem Nachrichtenportal t-online.de.

Im Mittelpunkt der Aktion standen die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Vereine Ansaar International, mit dem Ben-Hatira in der Vergangenheit bei mehreren Hilfsprojekten kooperiert haben soll, und WWR Help. Das teilte das Bundesinnenministerium in Berlin mit. Hintergrund war demnach der Verdacht, dass das Netzwerk die radikalislamische Palästinensergruppe Hamas finanziell und propagandistisch unterstützt.

"Ich habe nichts zu verstecken und nichts zu verbergen. Jeder ist bei mir willkommen. Das nächste Mal können sie ruhig warten bis ich in Berlin bin. Dann öffne ich gerne selber die Tür", sagte Ben-Hatira.

Knapp 800 Polizisten hatten am Morgen zeitgleich rund 90 Objekte in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein durchsucht.

(sid/old)