Aachener Hooligan wegen versuchten Mordes in Haft

Bei Mittelrheinpokal-Spiel : Aachener Hooligan wegen versuchten Mordes in Haft

Wegen eines schweren Vorfalls beim Mittelrheinpokal im Mai ist ein 29 Jahre alter Hooligan in Haft genommen worden. Der Fan von Alemannia Aachen soll einen Ordner stranguliert haben.

Nach einer Attacke auf einen Ordner bei einem Pokalspiel von Alemannia Aachen sitzt ein 29-Jähriger aus der Hooligan-Szene wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Haft. Er soll den Ordner mit dessen Leibchen bis zur Bewusstlosigkeit stranguliert haben, teilte die Aachener Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Der 29 Jahre alte Mann aus dem Raum Aachen habe nach einem Pokalspiel im Mai in Bonn an dem Leibchen des Ordners gezogen, „um dadurch die Öffnung des Nottores zu erwirken, um dann in der Folge den Platz stürmen zu können“, sagte die Aachener Staatsanwältin Golriez Litterscheid am Donnerstag. Er habe erst aufgehört, als andere eingegriffen hätten. Gegen den Mann sei Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch ergangen.

Beim Spiel um den Mittelrheinpokal im Mai hatte der frühere Bundesligist aus Aachen 3:1 gegen den Drittliga-Absteiger Fortuna Köln gewonnen. Nach dem Abpfiff hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Fans das Spielfeld in Bonn gestürmt. Daraufhin sei wegen Landfriedensbruchs ermittelt worden. Der Beschuldigte habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die „Aachener Zeitung“ und die „Aachener Nachrichten“ hatten zuerst daüber berichtet.

(eh/dpa)