Erweiterung auf 75.000 Plätze? Kölner Stadion soll Nummer zwei in Deutschland werden

Der 1. FC Köln spielt als Elfter der Fußball-Bundesliga im elfgrößten Stadion Deutschlands: Dass die Rheinländer sportlich nach höheren Gefilden streben, wird ihnen gerne nachgesagt. Doch jetzt wollen sie angeblich auch in Sachen Zuschauer in die Spitzengruppe – noch sind die Wachstumspläne für die Kölner Arena aber vage.

 Der 1. FC Köln will zumindest prüfen lassen, ob das machbar wäre: Mit 75.000 statt bislang 50.000 Fans zu feiern.

Der 1. FC Köln will zumindest prüfen lassen, ob das machbar wäre: Mit 75.000 statt bislang 50.000 Fans zu feiern.

Foto: dpa, mb

Der 1. FC Köln spielt als Elfter der Fußball-Bundesliga im elfgrößten Stadion Deutschlands: Dass die Rheinländer sportlich nach höheren Gefilden streben, wird ihnen gerne nachgesagt. Doch jetzt wollen sie angeblich auch in Sachen Zuschauer in die Spitzengruppe — noch sind die Wachstumspläne für die Kölner Arena aber vage.

Aus 50.000 Plätzen sollen demnach 75.000 werden. So viele hat neuerdings auch die Münchner Allianz-Arena, nur das Dortmunder Stadion wäre dann in Deutschland noch größer als das neugebaute und vergrößerte Müngersdorf. "Die Verhandlungen sind bereits im vollen Gange; die visionären Baupläne liegen vor. In drei Jahren könnte der Ausbau starten", schreibt der "Express". Zwischen der Kölner Sportstätten GmbH und der FC-Führung habe es bereits Gespräche gegeben.

Diese relativiert jedoch der Geschäftsführer des Vereins, Alexander Wehrle. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist das überhaupt kein Thema", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Es gehe lediglich um eine generelle Machbarkeits-Studie. Etwas offensiver hat sich FC-Präsident Werner Spinner im Dezember 2014 in einer Sitzung des Kölner Sportausschusses geäußert: "Nach dem nach langen Verhandlungen geschlossenen Pachtvertrag wird man nach dieser Bundesligasaison bei Verbleib in der ersten Liga mit Blick auf das immense Zuschauerinteresse auch über eine Stadionerweiterung nachdenken müssen", steht im öffentlichen Protokoll.

Im "Express" ist von 50 Millionen Euro Ausbaukosten die Rede. 120 Millionen Euro verschlang der Komplett-Umbau für die WM 2006. Lässt man Finanzierungsfragen außen vor, erscheint die Stadion-Erweiterung zumindest baulich denkbar nach dem Prinzip: Dach ab, ein Rang drauf, neues Dach. In den ersten acht Heimspielen dieser Saison war die Arena viermal ausverkauft und durchschnittlich zu 98 Prozent ausgelastet.

Nachdem die Kölner unter Trainer Peter Stöger und Manager Jörg Schmadtke die Zeiten des sportlichen Größenwahns beendet haben, wollen sie eine andere Ausprägung der Klub-DNA weiter pflegen: Der FC soll Mitglied des Kölner Festkomitees werden — und damit endgültig ein Karnevalsverein.