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Bundesliga 19/20: Darum spielt der 1. FC Köln in Paderborn bereits eine halbe Stunde früher

Am Freitag in Paderborn : Darum spielt Köln bereits eine halbe Stunde früher

Am Freitag gastiert der 1. FC Köln beim SC Paderborn. Normalerweise steigen solche Abendspiele in der Bundesliga um 20.30 Uhr. Am 25. Spieltag beginnt die Partie allerdings eine halbe Stunde früher.

Grund dafür sind keineswegs die Kölner. Das Problem: die Betriebszeitenbeschränkung der Paderborner Benteler-Arena. Diese besagt, dass die Partie spätestens um 22 Uhr abgepfiffen werden muss. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) folgt mit dieser Ausnahme dem Wunsch der Ostwestfalen, die das Spiel andernfalls in einem Ausweichstadion hätten durchführen müssen.

Rein sportlich läuft es bei den Kölner. Vor dem Spiel in Paderborn (live auf DAZN) sind die Kölner einem sicheren Europa-League-Rang mit sieben Zählern Rückstand punktemäßig näher als dem Relegationsrang. Sie haben den besten Rückrundenstart seit 28 Jahren hingelegt, gewannen von den vergangenen neun Spielen alle außer die gegen die Bayern und Dortmund. Dabei blieben sie sechs Mal ohne Gegentor.

Doch im Team hebt niemand ab. „Es macht nicht ansatzweise Sinn, über den nächsten Spieltag hinauszudenken“, sagte Sportchef Horst Heldt. Ismail Jacobs, der als einer von vielen Youngstern in dieser Saison den Durchbruch geschafft hat, versicherte: „Die Fans dürfen immer träumen – aber wir bleiben bodenständig.“ Der 20-Jährige sagte aber auch: „Wenn es irgendwann so ist, dass wir über mehr nachdenken dürfen, wäre es natürlich schön.“

Im Hinterkopf wird der Europacup, für den sich der FC 2017 erstmals seit 25 Jahren qualifizierte und danach sang- und klanglos abstieg, bei dem ein oder anderen schon sitzen. Doch offiziell werden entsprechende Fragen bisher noch lächelnd weggewischt. Entscheiden darüber, ob die Kölner sich in der restlichen Saison nach oben orientieren können oder es doch einzig um den Klassenerhalt geht, werden nun vier Spiele in 16 Tagen. Nach dem beim Tabellenletzten Paderborn stehen das Nachholderby bei Borussia Mönchengladbach (11. März) und dann zwei Heimspiele gegen den Viertletzten Mainz (14. März) und den Drittletzten Düsseldorf (21. März) an.

(mit dpa)