„Szenen dürfen sich nicht wiederholen“ Kölner Polizei appelliert vor dem Nizza-Rückspiel an die FC-Fans

Nizza · Die Kölner Polizei hat mit einem offenen Brief an die Fans des 1. FC Köln appelliert. Gewaltszenen wie diese in Nizza sollen sich beim Rückspiel in der Domstadt nicht wiederholen.

Beim Spiel zwischen Nizza und Köln kam es zu massiven Ausschreitungen.

Beim Spiel zwischen Nizza und Köln kam es zu massiven Ausschreitungen.

Foto: AP/Daniel Cole

Nach den schweren Ausschreitungen zwischen Anhängern des 1. FC Köln und von OGC Nizza im Hinspiel hat sich die Kölner Polizei vor dem Rückspiel in der Europa Conference League in einem offenen Brief an die Anhänger gewandt. „Wer anderen das Erlebnis Fußball verderben will, erhält von uns die „Rote Karte““, heißt es in dem Schreiben, das in deutscher und auch in französischer Sprache verfasst ist.

Nach dem Hinspiel in Nizza, das von schweren Ausschreitungen im Stadion unmittelbar vor dem Anpfiff überschattet worden war, rechnet die Polizei am Donnerstag mit „einer hohen Emotionalisierung gewaltbereiter Anhänger beider Klubs“. Doch die Beamten stellen in dem Brief klar: „Szenen wie in Nizza dürfen sich in Köln nicht wiederholen!“

In den Schreiben geben sie Hinweise zur Anreise, zum respektvollen Verhalten untereinander und erinnern unter anderem an das Verbot von Pyrotechnik. Zudem betonen sie: „Als Polizei sind wir neutral und unterscheiden nicht nach Vereinsfarben. Wir unterscheiden nur zwischen friedlichen Fans und gewaltbereiten Störern.“ Gegen gewaltbereite Fans werde die Polizei „konsequent vorgehen und erforderliche Maßnahmen treffen - egal ob im Stadionumfeld oder an einem anderen Ort der Stadt“.

Im Hinspiel vor knapp zwei Monaten hatte es in Frankreich schwere Ausschreitungen und mehrere Verletzte gegeben. Ein Fan stürzte dabei vom Zuschaueroberrang. Die deutschen Behörden ermittelten 16 Verdächtige, die allesamt als „Gewalttäter Sport“ bekannt sind. Gegen fünf Männer wurden Haftbefehle vollstreckt. 400 Beamte durchsuchten Wohnungen in Köln, Hürth, Pulheim und Bergisch Gladbach.

(dör/dpa)