1. FC Köln: Fans projezieren Riesen-Hennes auf Hoover-Damm

Weltrekord für Bundesligisten : Köln-Fans projizieren Riesen-Hennes auf Hoover-Staudamm

Eine gigantische Projektion seines Geißbock-Logos hat Bundesligist 1. FC Köln einen Weltrekord gebracht. Mit einer zuvor noch nicht gemessenen Lichtleistung von 1,17 Millionen Lumen erzeugte eine in der Domstadt beheimatete Werbeagentur das Vereinsemblem der Rheinländer bei einem Auftrag in Boulder/US-Bundesstaat Nevada auf der Mauer des Hoover-Staudammes.

Die 150 m hohe Abbildung auf dem insgesamt 221 m hohen Bauwerk durch insgesamt 60 Hochleistungs-Beamer erstreckte sich nach Angaben der Agentur über eine Fläche von 39.000 Quadratmetern.

"Es war sicherlich der größte Hennes aller Zeiten", schwärmte Agentur-Inhaber Oliver Schrott über den gelungenen PR-Gag für seinen Lieblingsklub an der zweitgrößten Talsperre der USA beinahe in der gleichen Höhe wie Kölns Wahrzeichen. 50 km südöstlich von Las Vegas diente die Geißbock-Projektion als Test für eine Werbemaßnahme für den größten autonomen LKW der Welt.

Beim FC löste die kostenlose Werbung passend zum gesicherten Klassenerhalt im Oberhaus durch den 2:0-Sieg gegen Schalke 04 am vergangenen Wochenende zusätzliche Freude aus. "Die phantastischen Bilder vom FC-Logo auf dem Hoover-Damm sind eine Auszeichnung für uns", sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle laut dem Fachmagazin "sponsors" in einer ersten Reaktion auf die vom Klub unabhängig inszenierte PR-Aktion und verdeutlichte damit die Verbindung zum offiziellen Slogan des ersten Bundesliga-Meisters: "Es ist großartig, dass bei einem solch aufwändigen Projekt FC-Fans am Werk sind und dafür sorgen, dass der 1. FC Köln auf einem der berühmtesten Bauwerke der Menschheit präsent ist. Das ist wirklich spürbar anders."

Wehrles Stolz ist nachvollziehbar: Der 1935 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellte Hoover-Staudamm auf der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Arizona gilt als ein Wunderwerk der Technik. Bei der Verarbeitung der 2,6 Millionen Kubikmeter Beton und 43.500 Tonnen Stahl zur Staumauer kamen 5000 Arbeiter zum Einsatz. Das 49 Millionen Dollar teure Bauwerk staut das Wasser des Colorado-Flusses zum gut 65.000 Hektar großen Lake Mead und ist eine Schlüsselstelle zur Regelung der Wasserversorgung in Regionen von Nevada, Arizona und auch Kalifornien.

(sid)
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