1. Sport
  2. Fußball
  3. 1. FC Köln

1. FC Köln: Die eigenen Fans schämen sich für ausgebliebene Schützenhilfe für Fortuna Düsseldorf

„Spürbar peinlich“ : Selbst Köln-Fans schämen sich für ausgebliebene Schützenhilfe

Fortuna Düsseldorf ist nach der 0:3-Niederlage gegen Union Berlin in die 2. Bundesliga abgestiegen. Auch der 1. FC Köln konnte keine Schützenhilfe leisten. Die Domstädter verloren gegen Werder Bremen mit 1:6. Das ließ viele Fans fassungslos zurück.

Ob der 1. FC Köln 0:1, 0:3 oder 1:6 in Bremen verlor, es hätte niemanden interessiert, wenn Fortuna ihre Pflichtaufgabe selbst erledigt hätte. Doch durch die 0:3-Pleite in Berlin gerät nun auch die Leistung des rheinischen Rivalen in den Fokus. Denn die 1:6-Klatsche in Bremen zeigte vieles auf – nur eben kein eigenes Engagement.

Dass Fortuna die Kölner Nicht-Leistung bei einem eigenen Erfolg herzlich egal hätte sein können, soll ebenso nicht unerwähnt bleiben, wie der Fakt, dass man eben nicht nur wegen eines Spiels absteigt. Dennoch hätten sich wohl viele Fortuna-Fans etwas mehr Einsatzwillen bei den Kölner Spielern gewünscht.

Sogar einigen Kölner Fans war die Leistung der eigenen Mannschaft unangenehm. In den sozialen Medien nahmen sie kein Blatt vor den Mund. „Der Effzeh hat heute das Kunststück fertig gebracht, Kopfschütteln und Fassungslosigkeit bei eigenen wie fremden Fans auszulösen. Ein neuer Tiefpunkt“, schrieb der Twitter-User „Jan on the Rox“.

Auch eine Aufnahme von Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle, der nach einem Bremer Treffer lachend in Richtung der Werder-Verantwortlichen auf der Tribüne schaut, sorgte für Kopfschütteln. „Läuft bei euch. Jubelt ihr jetzt immer mit dem Gegner?“, lautet ein Kommentar. Ein anderer User schreibt: „Der Effzeh zeigt sich mal wieder von seiner peinlichsten Seite. Unfassbar.“ Wehrle reagierte prompt. „Das ist eine absolute Frechheit, dass mir unterstellt wird, dass ich mich über unsere Niederlage freue“, erklärte er dem „Express“. „Nach dem Gegentor bin ich aufgestanden, und hab den Kopf geschüttelt und bitter gelacht. Es war mehr eine Art Galgenhumor. Und sicherlich keine Freude.“

Trainer Markus Gisdol sprang für seine Spieler in die Bresche. „Jeder ist für seine Saison selbst verantwortlich. Wir haben vergangene Woche unser Ziel erreicht, da fällt die Spannung ab“, sagte er nach dem Spiel. „Ich werde nicht auf meine Mannschaft einhacken.“ Das übernahmen die eigenen Fans höchstselbst. „Was eine charakterlose Truppe. Da kann man es drehen und wenden, wie man möchte, das ist spürbar peinlich“, schrieb „Kirchzeller Veedel.“ Ein anderer User brachte wohl das Gefühlsleben vieler Kölner auf den Punkt. „Ich freue mich zwar ehrlich darüber, dass Düsseldorf abgestiegen ist, aber das Spiel unseres Effzeh war einfach nur peinlich und beschämend.“

(pabie)