1. FC Köln: Armin Veh weicht Bekenntnis zu Markus Anfang aus

Trainerdiskussion in Köln : Veh weicht Bekenntnis zu Anfang aus

Manager Armin Veh (58) vom 1. FC Köln hat sich zurückhaltend über die Zukunftsperspektive von Markus Anfang geäußert. Trotz deutlicher Tabellenführung steht der Trainer zunehmend in der Kritik.

"Wenn Markus Anfang mit der Mannschaft den Aufstieg schafft, dann hat er eine Leistung erbracht", sagte der ehemalige Meistercoach des VfB Stuttgart.

Auf die Frage, ob der Traditionsklub mit Anfang in die neue Saison gehe, sagte Veh: "Schauen Sie: Es ist doch immer das gleiche Spiel. Sobald man etwas sagt, ist es verkehrt. Markus hat beim FC einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021."

Zuletzt hatte der FC beim 0:3 bei Dynamo Dresden am Ostersonntag eine mehr als schwache Vorstellung abgeliefert, die wiederum die Kritiker in der Domstadt auf den Plan rief. Köln führt allerdings die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Hamburger SV und acht Zählern Abstand auf den SC Paderborn auf Position drei an. Dass trotz der Tabellenführung ständig nach der Zukunft des Chefcoaches gefragt werde, sei "ein Witz", so Veh.

Die hohe Erwartungshaltung in Köln sei nicht grundsätzlich das Problem. Veh: "Wir müssen dazu kommen, dass wir kontinuierlich gute Jahre in der Bundesliga haben. Nur so können wir eine berechtigt hohe Erwartungshaltung erzeugen. Wir leben im Jetzt, und wir versuchen, die Zukunft des Klubs zu gestalten."

Die Investitionen für die neue Spielzeit werden sich laut des Geschäftsführers Sport in Grenzen halten. "Wir werden auf jeden Fall was machen, das ist notwendig", betonte Veh, "wir werden uns verändern, aber nicht großartig." Man sei finanziell gesund, "aber wir haben kein überdimensionales Budget zur Verfügung." Zu den Gerüchten über eine Verpflichtung von Waldemar Anton (22) von Hannover 96 meinte Veh nur: "Das ist ein interessanter Spieler."

Eine klare Meinung hat der FC-Manager zur Mitsprache und Demokratisierung im Profifußball: "Meine Meinung: Man kann so einen großen Verein nicht demokratisch führen. Wie soll das denn gehen? Am Ende muss jemand zuständig sein und die Entscheidungen treffen. Wenn zu viele Leute mitreden, die nicht aus dem Fußball kommen, ist das ein Problem. Dann gibt es Chaos."

(ako/sid)
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