1. FC Köln: Anthony Modeste will notfalls vor den CAS ziehen

Spielgenehmigung fehlt : Kölns Modeste will notfalls vor den CAS ziehen

Anthony Modeste ist zurück beim 1. FC Köln. Spielen darf der neue Stürmer aber nicht. Nun könnte der internationale Sportgerichtshof die Angelegenheit klären.

Im Wechseltheater um die Rückkehr von Anthony Modeste aus China zum 1. FC Köln hat sich der Fußballprofi erstmals selbst öffentlich zu Wort gemeldet. „Meine Leidenschaft, mein Beruf ist der Fußball. Während der nächsten sechs Monate nicht auf dem Platz zu sein, ist unvorstellbar“, schrieb der 30 Jahre alte französische Stürmer bei Instagram. Denn in Köln liegt auch wenige Tage vor Ende der Transferperiode für Modeste nach dessen Kündigung bei dem chinesischen Club Tianjin Quanjian keine Spielgenehmigung vor.

Modeste hatte seinen bis 2020 laufenden Vertrag wegen ausstehender Gehaltszahlungen gekündigt. Doch Tianjin Quanjians und dessen Nachfolgeverein Tianjin Tianhai akzeptieren die Kündigung nicht. Trotzdem wurde Modeste im November von den Kölnern verpflichtet, die den 30-Jährigen 2017 noch für über 30 Millionen Euro Ablöse nach China hatten ziehen lassen.

Die zuständige Schiedskammer des Weltverbandes Fifa hatte im Dezember entschieden, dass der Angreifer „ohne triftigen Grund“ gekündigt habe. Bis zur Klärung der Angelegenheit hat die Fifa das Verfahren zur Erteilung einer Spielberechtigung ausgesetzt.

Modeste schrieb in seinem auf französisch verfassten Brief nun, er bleibe über seinen Anwalt offen für eine Vermittlung, um den Konflikt zu beenden. Zugleich kündigte er juristische Konsequenzen an, wenn es zu keiner Einigung kommt. „Falls es vor dem 31. Januar 2019 keine Mediation gibt und der chinesische Club die Situation nicht entschärft, so dass ich spielen kann, werde ich den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen. Ich werde kämpfen und meinen Rechten Geltung verschaffen, denn ich habe meine Verpflichtungen gegenüber dem Club stets respektiert, ohne Ausnahme“, betonte Modeste.

Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle ist vor einigen Tagen nach China gereist, um einen Durchbruch zu erwirken. Dort will er mit den Verantwortlichen von Tianjin Tianhai eine Klärung herbeiführen.

(sef/dpa)
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