Formel 1 in Monaco: Sutil, der Pechvogel

Formel 1 in Monaco : Sutil, der Pechvogel

Monte Carlo (RPO). Hobby-Pianist Adrian Sutil spielte im Konzert der Formel-1-Elite lange groß auf. Die ersten WM-Punkte im hoffnungslos unterlegenen Force-India-Ferrari waren greifbar nah.

Vor einem Jahr hatte der Gräfelfinger in Monte Carlo schon mit Bestzeit im Freien Training in Monte Carlo aufhorchen lassen. Auch damals war die Strecke nass. Doch neun Runden vor Schluss verbremste sich Weltmeister Kimi Räikkönen am Tunnelausgang und knallte dem auf Platz vier liegenden Sutil ins Heck.

Der kam zwar noch an die Box, muste dann aber aufgeben. "Ich kann es immer noch nicht glauben, was da passiert ist. Wir waren so nah dran", sagte Sutil. Er brach in Tränen aus, war kaum zu trösten.

Ex-Weltmeister Niki Lauda übte harte Kritik am Finnen. "Das sind hochbezahlte Formel-1-Piloten, die so einen Käse zusammenfahren, dass es eigentlich eine Frechheit ist." Der frühere Formel-1-Pilot und TV-Experte Marc Surer meinte zu Sutils großer Fahrt: "Er hat seine Visitenkarte abgegeben. Das werden sich die Teamchefs merken."