Sebastian Vettel startet in Monte Carlo von Platz zwei hinter Daniel Ricciardo

Formel 1 in Monaco : Vettel startet in Monte Carlo von Platz zwei hinter Ricciardo

Sebastian Vettel ist im Qualifying zum Großen Preis von Monaco auf Platz zwei gefahren und hat seinen großen Rivalen Lewis Hamilton hinter sich gelassen. An die Bestzeit von Daniel Ricciardo kam der Ferrari-Pilot aber nicht ran.

Kein Mittel gegen den "Ex", aber trotzdem alle Chancen: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat sich für den Großen Preis von Monaco einen so wichtigen Startplatz in der ersten Reihe gesichert. Der viermalige Formel-1-Weltmeister aus Heppenheim musste sich im Qualifying zwar seinem früheren Teamkollegen Daniel Ricciardo im Red Bull geschlagen geben, der WM-Zweite profitierte aber von einem dicken Fauxpas von Max Verstappen im zweiten Red Bull.

"Wir haben alles rausgeholt und haben jetzt eine gute Position für morgen", sagte Vettel: "Red Bull war in allen Trainings stark, aber wir sind näher gekommen. Es wird wieder schwierig, hier zu überholen. Aber Monaco ist auch deswegen eines der faszinierendsten Rennen, weil unvorhergesehene Dinge geschehen können."

Der Niederländer Verstappen hatte sein Auto kurz vor dem Ende des Abschlusstrainings nach einem Fahrfehler zerstört und konnte aufgrund der langwierigen Reparaturarbeiten nicht am Qualifying teilnehmen. Der 20-Jährige, der in jeder Trainingseinheit deutlich schneller war als Vettel, geht nun am Sonntag (15.10 Uhr/RTL) vom letzten Startplatz ins Rennen.

Noch in der Box musste er sich eine Standpauke von Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko anhören. Immerhin aber konnte sich Red Bull beim 250. Grand Prix über die zweite Pole von Ricciardo freuen. Die erste gelang dem 28-Jährigen 2016 an gleicher Stelle.

"Wir haben hier bisher jede Session angeführt. Jetzt müssen wir es am Sonntag zu Ende bringen", sagte der sechsmalige Grand-Prix-Sieger, der vor zwei Jahren in Monaco wegen eines Fehlers seiner Boxencrew nur Zweiter geworden war: "Wir hatten bereits im Training ein Ausrufezeichen gesetzt und haben uns seither stetig verbessert. Einfach gut!" Direkt nach seiner Pole gratulierte ihm Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz per Telefon. "Es war nett", sagte Ricciardo.

Vettel hielt derweil im Kampf um die WM seinen Dauerrivalen Lewis Hamilton knapp hinter sich. Der Weltmeister aus England, der nach zuletzt zwei Siegen im Gesamtklassement 17 Punkte vor dem Deutschen liegt, belegte im Mercedes den dritten Rang. Damit gelang dem 33-Jährigen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als er mit Startplatz 13 einen Tiefpunkt erlebt hatte und mit Rang sieben nur Schadensbegrenzung betreiben konnte.

Red Bull am besten auf die Bedingungen abgestimmt

Der Emmericher Nico Hülkenberg im Renault geht als Elfter ins Rennen. Der Monegasse Charles Leclerc startet bei seinem Heimspiel mit dem Sauber vom 14. Platz.

Der mit 3,337 km kürzeste Kurs im Formel-1-Kalender ist extrem verwinkelt. Hier kommt es weniger auf Motorleistung, sondern vor allem auf Abtrieb in den Kurven an - genau das ist die Stärke des RB14. Zudem kommen die Red Bull offenbar am besten mit dem extrem weichen Hypersoft-Reifen von Pirelli zurecht, der in Monte Carlo Renn-Premiere feiert.

Ferrari tastete sich in jeder Einheit näher an den Speed von Red Bull heran, blieb aber letztlich einen Tick zurück. Mercedes zog aus dem schwachen Auftritt im letzten Jahr offenbar die richtigen Schlüsse. Der Rückstand von Hamilton auf Ricciardo, der in 1:10,810 Minuten seinen eigenen Rundenrekord aus dem Training pulverisierte, lag im Q3 nur bei rund drei Zehnteln. Vettel war etwas mehr als eine Zehntel langsamer als der Australier.

Ein Platz in der ersten Startreihe ist auf dem engen Straßenkurs im Fürstentum besonders wichtig. In den vergangenen 32 Jahren ging der spätere Sieger 25-mal von Rang eins oder zwei ins Rennen. "Aus einem guten Samstag resultiert hier oft ein sehr guter Sonntag", hatte Vettel nach dem ersten Trainingstag erklärt: "Das wird hier kein normaler Grand Prix. Die schnelle Runde im Qualifying ist entscheidender für das Rennen als ein starker Longrun."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Großer Preis von Monaco 2018: das Qualifying

(areh/SID)
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