Bitteres Aus in Monaco: Räikkönen entschuldigt sich bei Sutil

Bitteres Aus in Monaco: Räikkönen entschuldigt sich bei Sutil

Monte Carlo (RPO). Was war das für ein Rennen von Adrian Sutil. Der deutsche Shooting-Star fuhr beim Großen Preis von Monaco in Monte Carlo vom 18. auf den vierten Rang - und das mit einem der schwächsten Autos der gesamten Konkurrenz (Force India). Dann der Schock: Wenige Runden vor Schluss verbremste sich ausgerechnet Weltmeister Kimi Räikkönen und fuhr dem 25-Jährigen ins Heck. Sutil musste das Rennen beenden und weinte im Anschluss bittere Tränen.

Doch schon einen Tag nach der Tragödie zeigt sich Sutil als fairer Sportsmann und spricht Räikkönen von aller Schuld frei. "Kimi hat sich bei mir entschuldigt - er ist ein großer Sportsmann", erklärte der Rennfahrer aus Gräfeling gegenüber dem Internetportal "f1total.com".

Sutil weiter: "Er ist ein sehr guter Fahrer und ich muss es so hinnehmen. Es war keine Absicht und so etwas kann jedem passieren. Ich muss damit leben und auf das nächste Rennen schauen".

Auf seiner Lieblingsstrecke im Fürstentum zeigte Sutil seine ganze Klasse. Nach einem fantastischen Rennen waren die ersten WM-Punkte seiner Karriere greifbar. Für seine sensationelle Fahrt durch die Straßen Monacos erntete Sutil viel Lob von der Presse und seinen Kollegen.

"Er hat seine Visitenkarte abgegeben, das nimmt ihm keiner mehr weg. Das werden sich die Teamchefs merken", erklärte der ehemalige Formel-1-Pilot Marc Surer beim Fernsehsender Premiere. "Er hätte diese Punkte verdient gehabt", ergänzte BMW-Motorsportchef Mario Theissen.

Sutil selbst blickt aber schon wieder auf das nächste Rennen. "Klar werde ich nächste Woche darüber nachdenken und klar werde ich sehr traurig sein. Aber ich muss versuchen, das zu vergessen, und die nächste Chance nutzen", so Sutil.

Sollte es beim kommenden Rennen in Montreal erneut regnen, könnte Sutil wieder für eine Überraschung sorgen. Denn bei schlechtem Wetter fühlt sich der Force-India-Pilot am wohlsten.