Formel 1: Pechvogel Vettel ist der heißeste WM-Tipp

Formel 1: Pechvogel Vettel ist der heißeste WM-Tipp

Melbourne (RPO). Michael Schumacher hin, Michael Schumacher her - Sebastian Vettel ist die deutsche Nummer eins und sogar für die schärfsten Rivalen der heißeste WM-Tipp in dieser Formel-1-Saison. Ohne die defekte Zündkerze an seinem Red Bull hätte der 22-Jährige vermutlich locker den Sieg beim Auftaktrennen in Bahrain ins Ziel gebracht. Das weiß auch die Konkurrenz, die bei Vettels Tempo gar nicht mehr aus dem Staunen herauskommt.

"Der Red Bull ist um so viel schneller als alle anderen Autos, dass es lächerlich ist, einfach verrückt", sagt kein Geringerer als der ehemalige Weltmeister Lewis Hamilton vor dem Großen Preis von Australien am Sonntag (8 Uhr Live-Ticker) in Melbourne.

Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hatte, nahm Vettel auch sehr viel Positives mit nach Australien. Er habe im Rennen in Bahrain alles richtig gemacht, sagte der Red-Bull-Pilot. Deshalb freut er sich auf Melbourne: "Unser Auto funktioniert sehr gut, sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Das gibt Mut für das nächste Mal."

Durch die kaputte Zündkerze fehlten dem Renault-Motor des Red Bull etwa 75 PS an Leistung. Dass er nochmal durch so einen Defekt aus der Bahn geworfen wird, glaubt Vettel allerdings nicht: "So etwas passiert nur ganz selten, vielleicht alle zehn Jahre mal."

Hamilton hatte im McLaren-Mercedes vor Vettels Pech nicht den Hauch einer Chance, aber letztlich war der Brite als Dritter einen Rang besser als sein Gegner. Hamilton ist sich bewusst, dass es ein geschenkter Platz auf dem Podest war: "Vettel hat mit Abstand das schnellste Auto. Die Red Bull werden meistens weit vor uns sein."

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Seine Hauptgegner in Melbourne werden erneut die beiden Ferrari sein, vermutet Vettel: "In Bahrain sahen sie extrem konkurrenzfähig aus. Ganz bestimmt schneller als jeder andere." Dennoch fällt es ihm schwer, das Kräfteverhältnis eindeutig zu benennen. Vettel: "Es gibt vier Teams, die sehr stark sind. Wir sind erst ein Rennen gefahren, das ist der einzige Erfahrungswert. Wir müssen noch etwas warten."

Große technische Veränderungen waren zwischen den beiden ersten Rennen nicht möglich, sagt Vettel: "Wir haben nichts wirklich Neues am Auto. Es ist ein ziemlicher Aufwand, die Autos hierher zu bringen. Neue Teile zu liefern, ist also sehr schwer." Im Verlauf der Saison werde man natürlich "ständig neue Sachen bringen, um das Auto zu verbessern".

Bahrain-Sieger Fernando Alonso (Spanien) ist voll des Lobes über Vettel. "Natürlich hätte er den Sieg verdient gehabt, aber so ist der Rennsport. Mein Erfolg ist deshalb nicht weniger wert", sagt der Ferrari-Pilot, der Vettel in Melbourne für einen heißen Sieganwärter hält: "Die Red Bulls sind verdammt schnell."

Hier geht es zur Infostrecke: Die Pannenserie des Sebastian Vettel 2009

(SID/chk)