Vier Tage vor Bahrain-GP: "Keine Frage": Schumacher schielt auf Titel

Vier Tage vor Bahrain-GP: "Keine Frage": Schumacher schielt auf Titel

Hamburg/Manama (RPO). Michael Schumacher hat nach seinem Comeback in der Königsklasse den Weltmeistertitel im Visier. Zudem glaubt der 41-Jährige, dass Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone angesichts seiner weltweit beachteten Rückkehr "Dollarzeichen auf der Brille tragen wird".

Das sagte der Kerpener in einem Doppel-Interview mit Daimler-Chef Dieter Zetsche dem am Donnerstag erscheinenden Nachrichtenmagazin "Stern". Schumacher verriet, dass er nach einem Gespräch mit seinem alten Weggefährten und neuen Mercedes-Teamchef Ross Brawn "ganz einfach heiß geworden" sei.

Der WM-Titel ist auf jeden Fall das gemeinsame Ziel, sagte Schumacher. "Ja. Keine Frage ... Deshalb haben wir uns gegenseitig auf drei Jahre verpflichtet", sagte der siebenmalige Weltmeister, der beim Großen Preis von Bahrain am Sonntag (13 Uhr im Live-Ticker) sein erstes Rennen nach 1239 Tagen Formel-1-Abstinenz fährt. Man dürfe "von nichts anderem sprechen" als vom Titel.

Zetsche sieht hervorragende Voraussetzungen für das erste Mercedes-Werksteam seit 55 Jahren. "Wir haben wahrscheinlich das beste Führungsteam in der Formel 1, wir haben den besten Fahrer und eines der größten Talente (Nico Rosberg, d. Red.), und wir haben die besten Motoren", sagte Zetsche: "Wir haben also alle Ingredienzien für eine hervorragende Rezeptur. Jetzt muss nur noch anständig gekocht werden."

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Allerdings "gehen wir auch mit Vorsicht in die neue Saison, weil wir aus Erfahrung wissen, es wird nicht gleich alles funktionieren", sagte der Daimler-Chef, nach dessen Aussage das Engagement der Stuttgarter "viel kostengünstiger als früher" ist.

Das Budget werde in den kommenden beiden Jahren auf "nicht einmal ein Viertel des Niveaus von vor wenigen Jahren reduziert. Ja, den Rennstall können wir sogar mit Gewinn betreiben", kündigte Zetsche an. Auf 1,4 Prozent des gesamten Etats für Forschung und Entwicklung bezifferte er die Kosten des Formel-1-Teams.

Schumacher räumte unterdessen ein, dass auch der erfolgreichste Formel-1-Pilot der Geschichte nicht frei von Selbstzweifeln sei, er sieht diese aber positiv. "Ich habe früher schon an mir gezweifelt, auch in den guten Jahren. Und ich denke, das ist Teil meines Erfolgs: immer wieder Details zu suchen, wo ich mich verbessern kann." Nach drei Jahren Pause habe er nun "wieder jenen Spaß an der Sache gefunden, den ich verloren hatte".

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(SID/chk)