Großer Preis von Ungarn 2018: Sebastian Vettel glänzt im Training mit Bestzeit - Lewis Hamilton nur Fünfter

Großer Preis von Ungarn : Vettel glänzt im Training mit Bestzeit - Hamilton nur Fünfter

Sebastian Vettel ist seiner Favoritenrolle im Freitagstraining zum Großen Preis von Ungarn gerecht geworden. Der Ferrari-Pilot erzielte auf dem Hungaroring in 1:16,834 Minuten die Bestzeit. Auf den Plätzen zwei und drei landete das Red-Bull-Duo.

"Es wird sehr eng. Red Bull sieht hier sehr schnell aus", sagte Vettel, der nach seinem Ausfall beim Heimrennen in Hockenheim einiges gutzumachen hat: "Es ist gut, schnell wieder im Auto zu sitzen und weiterzumachen. Komplett ausblenden kann man es aber nicht."

Der Niederländer Max Verstappen kam als Zweiter bis auf 0,074 Sekunden an den Ferrari-Star heran, Verstappens australischer Teamkollege Daniel Ricciardo auf Rang drei war nur 0,227 Sekunden langsamer als der Deutsche.

Mercedes war vor den Toren Budapests dagegen klar die dritte Kraft: Vettels WM-Kontrahent Lewis Hamilton musste sich mit 0,753 Sekunden Rückstand auf den Hessen mit Rang fünf begnügen, direkt vor dem amtierenden Weltmeister belegte Kimi Räikkönen (Finnland) im zweiten Ferrari den vierten Rang (+0,319).

"Wir haben einige Arbeit vor uns. Besonders unsere Hinterreifen überhitzen schnell. Ich hoffe, wir finden etwas bis zum Qualifying", resümierte Hamilton.

Der Brite ist mit fünf Erfolgen zwar der Rekordgewinner in Ungarn, jedoch liegen die Hitze und der verwinkelte Kurs der Konkurrenz von Ferrari und Red Bull deutlich besser als dem Silberpfeil. Im Normalfall geht es für den WM-Spitzenreiter im Qualifying am Samstag (15.00 Uhr) und im Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/jeweils RTL) um Schadensbegrenzung. Hamiltons Vorsprung auf Vettel beträgt nach seinem Triumph in Hockenheim 17 Punkte.

Ein Sieg in Ungarn ist allerdings nicht unbedingt erstrebenswert - zumindest, wenn man der Statistik glaubt. In den vergangenen 13 Jahren verpasste der Budapest-Sieger stets den WM-Titel. Michael Schumacher war 2004 der letzte Fahrer, der in derselben Saison sowohl auf dem Hungaroring als auch in der Meisterschaft vorne war.

Der Emmericher Nico Hülkenberg musste sich nach technischen Problemen mit Rang 14 und 2,079 Sekunden Rückstand auf Vettel begnügen. Während des Vormittagstraining blieb Hülkenbergs Renault unvermittelt stehen. Als Sicherheitsmaßnahme tauschte Renault den Energiespeicher aus. Die gute Nachricht: Hülkenberg kommt an einer Rückversetzung vorbei, weil es sich um eine bereits benutzte Komponente handelt. Allerdings musste der 30-Jährige lange zuschauen.

Vettel und sein Ferrari-Team gedenken beim letzten Rennen vor der Sommerpause des am Mittwoch verstorbenen langjährigen Marken-Präsidenten Sergio Marchionne mit Trauerflor an Rennoveralls und Boliden. In Budapest hängen die Fahnen am Ferrari-Motorhome an diesem Wochenende auf Halbmast.

Am Donnerstag hatte Vettel mit Verweis auf den Trauerfall sämtliche Medientermine abgesagt. Aufgrund der "außergewöhnlichen Umstände" wurden auch Räikkönen und Teamchef Maurizio Arrivabene von der Teilnahme an den offiziellen Pressekonferenzen des Weltverbandes FIA am Donnerstag beziehungsweise Freitag freigestellt. Dafür sprach Ferrari auf der Strecke.

1. und 2. freien Training:
1. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:16,834 Minuten
2. Max Verstappen (Niederlande) Red-Bull-Renault 1:16,908
3. Daniel Ricciardo (Australien) Red-Bull-Renault 1:17,061
4. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:17,153
5. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes 1:17,587
6. Valtteri Bottas (Finnland) Mercedes 1:17,868
7. Romain Grosjean (Frankreich) Haas-Ferrari 1:18,065
8. Carlos Sainz jr. (Spanien) Renault 1:18,495
9. Pierre Gasly (Frankreich) Toro-Rosso-Honda 1:18,518
10. Esteban Ocon (Frankreich) Force-India-Mercedes 1:18,761, 11. Sergio Perez (Mexiko) Force-India-Mercedes 1:18,850
12. Fernando Alonso (Spanien) McLaren-Renault 1:18,857
13. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas-Ferrari 1:18,880
14. Nico Hülkenberg (Emmerich) Renault 1:18,913
15. Brendon Hartley (Neuseeland) Toro-Rosso-Honda 1:18,916
16. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber-Ferrari 1:19,043
17. Charles Leclerc (Monaco) Sauber-Ferrari 1:19,137
18. Lance Stroll (Kanada) Williams-Mercedes 1:19,645
19. Stoffel Vandoorne (Belgien) McLaren-Renault 1:19,712
20. Sergej Sirotkin (Russland) Williams-Mercedes 1:19,770
21. Antonio Giovinazzi (Italien) Sauber-Ferrari 1:20,293

(old/rent/sid)
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