Formel-1-Teams dürfen weiter Vollgas geben

Mehr Sprit für die Autos: Formel-1-Teams dürfen weiter Vollgas geben

Die Formel-1-Piloten müssen ab kommendem Jahr keine Rücksicht mehr auf den Spritverbrauch nehmen. Die Strategiegruppe und die Kommission der Formel 1 einigten sich in Gegenwart von FIA-Chef Jean Todt und Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey auf eine Erhöhung der Spritmenge.

Ab 2019 dürfen die Teams ihre Autos mit 110 Kilogramm Sprit betanken, in diesem Jahr sind 105 erlaubt. Die geringere Menge zwingt die Fahrer, in den Rennen auf die Tankfüllung zu achten. Seit der Einführung der V6-Turbo-Hybridmotoren 2014 ist die Menge Benzin auf 105 Kilogramm festgelegt.

Durch die Regeländerung sollen die Piloten zu jeder Zeit in der Lage sein, die volle Leistung der Motoren abzurufen, hieß es in einer Mitteilung nach der Zusammenkunft im Hauptquartier der FIA. Die Regeländerung muss noch vom World Council des Internationalen Automobilverbandes abgesegnet werden, das dürfte allerdings nur eine Formsache sein.

Zudem wird künftig nicht mehr das Gewicht des Fahrer in das Mindestgewicht eingerechnet und die Fahrer sollen aus Sicherheitsgründen biometrische Handschuhe tragen. Ein Sensor im Handschuh misst dabei die Vitalfunktion eines Fahrers.

Die Power Units ab der Saison 2021 weiterhin 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybrid-Aggregate sein, allerdings soll das umstrittene Energierückgewinnungssystem MGU-H gestrichen werden. Mit dieser Maßnahme sollen die Entwicklungskosten reduziert werden.

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Die Technische Abteilung der FIA berät sich im nächsten Schritt mit den aktuellen Motorenherstellern (Mercedes, Ferrari, Renault, Honda) sowie potenziellen neuen Herstellern, um die Regeln zur Saison 2021 final zu diskutieren. Eine Entscheidung soll bis Ende Mai fallen.

Bereits zur kommenden Saison soll das Spritsparen zugunsten der Show entschärft werden: Die zulässige Benzinmenge wird von 105 auf 110 kg erhöht, dadurch sollen die Fahrer mehr Vollgas geben können.

Auch wird das Gewicht der Piloten nicht mehr in das Mindestgewicht eingerechnet, dies kommt schwereren Fahrern zugute. Weiter sollen ab 2019 alle Piloten einen biometrischen Handschuh tragen.

Die Regeländerungen müssen noch vom Motorsport-Weltrat abgesegnet werden, dies gilt allerdings als Formsache.

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(dpa)