Formel 1: Start der Testfahrten wegen Schnee verschoben

Testfahrten in Barcelona: Formel-1-Fahrer vom Schnee ausgebremst

Der Schnee kam - und nichts ging mehr: Wetterkapriolen haben den Formel-1-Teams am dritten Tag der Testfahrten einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Wegen starken Schneefalls war der Circuit de Catalunya vor den Toren Barcelonas am Mittwoch nahezu unbefahrbar.

Erst als der Schnee in Regen überging, wurde die Strecke mit drei Stunden Verspätung um Punkt 12.00 Uhr freigegeben. Fernando Alonso traute sich im McLaren um 13.15 Uhr als erster Fahrer auf die Strecke, der Ex-Weltmeister aus Spanien kehrte aber nach nur einer Runde in die Box zurück.

Seinem Beispiel folgten nur noch vier weitere Fahrer, darunter der Australier Daniel Ricciardo, der bald darauf mit seinem Red Bull von der immer noch kalten Strecke ins Kiesbett rutschte. Die einzigen beiden gezeiteten Runden fuhr Alonso kurz vor Toreschluss um 18.00 Uhr.

Test höchst unbefriedigend

Die Tests verlaufen damit weiter höchst unbefriedigend für die Rennställe. "Bei solchen Bedingungen riskierst du nur deine Autos", sagte Haas-Teamchef Günther Steiner: "Du hast hier nur wenige Ersatzteile, da setzt du nichts aufs Spiel." Bereits am Montag und Dienstag konnten die zehn Teams wegen der ungewohnt kühlen Witterung nicht die erhofften Erkenntnisse mit den neuen Boliden gewinnen. Zumindest war an diesen Tagen aber sicheres Fahren möglich.

Die Beteiligten machten das Beste aus den Gegebenheiten. Streckenposten vertrieben sich die Zeit zunächst mit Schneeballschlachten, während die Social-Media-Abteilungen der Rennställe versuchten, sich gegenseitig in Galgenhumor zu übertreffen. Mercedes verbreitete Fotos von einem Schneemann, der auf dem Silberpfeil von Lewis Hamilton Platz nehmen durfte. Später posierte der Weltmeister, der bislang insgesamt lediglich 25 Runden gefahren ist, mit dem Schneemann für ein Foto. Formel-1-Reifenhersteller Pirelli postete im Scherz ein Foto von mit Spikes versehenen Walzen.

Vettel mit Pause

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) pausierte am Mittwoch planmäßig. Wenn der 30-Jährige am Donnerstag wieder in den Ferrari steigt, soll die ungewöhnliche Kältewelle abgeflaut sein. Erwartet werden dann bis zu 15 Grad, allerdings ist auch Regen nicht ausgeschlossen.

Am Dienstag war Vettel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit dem SF71H 98 Runden gefahren, in 1:19,673 Minuten drehte er die bislang schnellste Runde der Tests.

Der zweite Teil der Testfahrten soll vom kommenden Dienstag bis Freitag (6. bis 9. März) an selber Stelle über die Bühne gehen. Die neue Saison startet am 25. März in Melbourne.

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(dpa)
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