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Formel 1: Sebastian Vettel fährt auch nächste Saison für Aston Martin

Formel-1-Zukunft geklärt : Vettel fährt auch nächste Saison für Aston Martin

Aston Martin setzt in der Formel 1 weiter auf die Dienste von Sebastian Vettel. Der Hesse will 2022 mit den stark veränderten Autos wieder vorn mitfahren. Zugleich plant der Teambesitzer den 34-Jährigen wohl auch weiter als Fahrlehrer für seinen Sohn ein.

Sebastian Vettel hat den Gerüchten um einen Ausstieg aus der Formel 1 ein Ende bereitet und will nächste Saison mit Aston Martin die Spitze angreifen. Der britische Rennstall bestätigte am Donnerstag die Weiterbeschäftigung des viermaligen Weltmeisters sowie seines kanadischen Teamkollegen Lance Stroll für 2022. „Ich glaube an die Stärke unseres neuen, wachsenden Teams“, wurde der 34 Jahre alte Hesse in einer Mitteilung zitiert. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Vettel könnte wegen der sportlichen Probleme bei Aston Martin und seines Engagements für den Schutz von Klima und Umwelt der Formel 1 den Rücken kehren.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Thanks to Lance and Sebastian for making their mark this year.<br><br>Here’s to 2022.<a href="https://twitter.com/hashtag/IAM?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#IAM</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Announced?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Announced</a> <a href="https://t.co/yO0ZOP3QX6">pic.twitter.com/yO0ZOP3QX6</a></p>&mdash; Aston Martin Cognizant F1 Team (@AstonMartinF1) <a href="https://twitter.com/AstonMartinF1/status/1438415172784300038?ref_src=twsrc%5Etfw">September 16, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Der Heppenheimer war zu Jahresbeginn nach seiner Ausmusterung bei Ferrari zum Team des Milliardärs Lawrence Stroll gewechselt. Nun einigten sich beide Seiten darauf, die Option für eine weitere gemeinsame Saison zu ziehen. Es wird das 16. Jahr des Deutschen in der Formel 1 sein. „Sebastian ist ein riesiger Gewinn für unser Team“, versicherte Teamchef Otmar Szafnauer.

Große Hoffnungen setzen Vettel und Aston Martin in die umfassende Regelreform mit stark veränderten Autos, die im kommenden Jahr für mehr Chancengleichheit in der Königsklasse des Motorsports sorgen soll. „Die Änderungen sind so groß, dass sie für jedes Team einen Neuanfang bedeuten. Das ist eine große Chance für uns“, sagte Vettel.

In dieser Saison hatten sich die Erwartungen des Ex-Champions nur selten erfüllt. In der Gesamtwertung ist er nach 14 von 22 WM-Läufen Zwölfter. Achtmal verpasste Vettel die Punkteränge, in Ungarn wurde er nach einer bravourösen Fahrt auf Platz zwei disqualifiziert. Rang zwei in Baku ist daher sein bisher einziges Podium für Aston Martin.

Auch deshalb vermuteten Beobachter, Vettel könnte die Lust an der Formel 1 verlieren. Schon das Scheitern bei Ferrari, als er in sechs Jahren nicht den ersehnten Titel im roten Auto liefern konnte und dann schnöde ausgemustert wurde, hatte ihn hart getroffen.

Zudem trat der Familienvater zuletzt verstärkt auch abseits der Rennstrecke für grüne Projekte ein, erhob wie Superstar Lewis Hamilton seine Stimme im Kampf gegen Rassismus. Mehrfach machte Vettel deutlich, dass ihm der Wandel in der Formel 1 zu einer nachhaltigen Rennserie nicht schnell genug gehe. Doch anscheinend hat Vettel noch nicht genug vom Rennfahren und will die Plattform, die ihm das globale PS-Spektakel bietet, weiter nutzen.

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Er freue sich auf die neue Generation der Formel-1-Rennwagen und aufregendere Rennen, beteuerte Vettel. Im Cockpit neben ihm wird wie erwartet der 22 Jahre alte Lance Stroll Platz nehmen, der Sohn des Team-Besitzers. „Wir sind froh, mit so einer exzellenten Mischung von jugendlichem Talent und Erfahrung weiterzumachen“, ließ Papa Stroll verlauten. Vettel soll demnach mit seiner Routine die Entwicklung des brandneuen Autos beschleunigen und zugleich weiter den Fahrlehrer für Teamgefährte Stroll geben.

Mit seinen vier WM-Titeln und 53 Grand-Prix-Siegen ist der Hesse immer noch der zweiterfolgreichste Pilot im aktuellen Fahrerfeld. Sein bislang letzter WM-Triumph liegt indes acht Jahre zurück, als er mit Red Bull eine Ära prägte.

(dpa/old)