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Formel 1:Mick Schumacher mit solidem Trainingsdebüt

Rang 18 : Mick Schumacher mit solidem Formel-1-Trainingsdebüt

Mick Schumacher hat seine Formel-1-Karriere mit Platz 18 im ersten Freien Training zum Großen Preis von Abu Dhabi begonnen. Er war knapp vier Sekunden langsamer als der Trainingsschnellste, Max Verstappen.

Die Ampel stand noch auf Rot, als Mick Schumacher im schwarzen Rennoverall bedächtig in sein Cockpit abtauchte. Um 13.02 Uhr Ortszeit hatte das Warten ein Ende: Im Haas-Ferrari mit der Startnummer 50 rollte der 21-Jährige mit Deutschland-Helm auf den Kurs in Abu Dhabi zu seinem ersten Formel-1-Trainingseinsatz.

22 insgesamt unauffällige Runden drehte der Sohn von Rekordchampion Michael Schumacher und belegte am Ende des Vormittagstrainings den 18. Rang mit 3,857 Sekunden Rückstand auf Max Verstappen im Red Bull (1:37,378 Minuten). Am Nachmittag, als der kriselnde Mercedes-Pilot Valtteri Bottas in 1:36,276 Minuten die schnellste Runde des Tages drehte, verfolgte Schumacher das Geschehen am Haas-Kommandostand.

"Es war wichtig, die ersten Eindrücke zu bekommen. Eineinhalb Stunden hört sich lang an, sie sind aber schnell vorbeigegangen. Ein Zeichen, dass ich viel Spaß hatte", sagte Schumacher. Teamchef Günther Steiner fand am Sky-Mikrofon nur lobende Worte: "Mick hat sich sehr gut geschlagen. Das war perfekt für das erste freie Training. Er hat nicht übertrieben, gutes Feedback gegeben."

Weltmeister Lewis Hamilton, der nach überstandener Corona-Infektion erst am Donnerstagabend grünes Licht erhalten hatte, wurde im Mercedes Tageszweiter. Sebastian Vettel startete mit Rang 15 in sein letztes Rennwochenende als Ferrari-Pilot.

Schumacher war bei seinem Debüt schneller unterwegs als Pietro Fittipaldi im zweiten Haas. Der Brasilianer, Enkel des zweimaligen Weltmeisters Emerson Fittipaldi, vertritt zum zweiten Mal den Franzosen Romain Grosjean nach dessen Feuerunfall. 2021 wird Schumachers Teamkollege der Russe Nikita Masepin sein.

Eigentlich hätte Schumacher vor neun Wochen debütieren sollen. Am Nürburgring machten ihm die berüchtigten Wetterkapriolen in der Eifel allerdings einen Strich durch die Rechnung.

In der zweiten Trainingseinheit übergab Schumacher den Haas wieder an den Dänen Kevin Magnussen, der am Sonntag (14.10 Uhr/RTL und Sky) sein letztes Rennen für das Team bestreitet. Schumacher kommt am kommenden Dienstag beim Nachwuchsfahrertest an gleicher Stelle wieder zum Einsatz.

Schumacher hatte einen klaren Auftrag: Reifen testen, Daten für das Team und Erfahrungen für sich selbst sammeln. Die äußeren Bedingungen mit 25 Grad Lufttemperatur und strahlendem Sonnenschein ließen allerdings keine aussagekräftigen Zeiten zu. Qualifying und Rennen beginnen jeweils in der Dämmerung und finden unter Flutlicht statt.

(eh/sid)