Staatspreis für Formel-1-Legende Land NRW zeichnet Michael Schumacher aus

Düsseldorf · Michael Schumacher wird eine große Ehre seines Heimat-Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zuteil. Damit will das Land seine sportlichen Verdienste sowie sein soziales Engagement würdigen.

Michael Schumacher – eine große Karriere in Bildern
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Foto: AFP

Sportlich hat der ehemalige Rennfahrer Michael Schumacher als Rekordweltmeister der Formel 1 alles erreicht. Seit seinem schweren Skiunfall im Dezember 2013 in Méribel lebt der Kerpener allerdings zurückgezogen von der Öffentlichkeit. Schumacher fuhr damals mit Helm, schlug aber so heftig gegen einen Fels, dass er dennoch lange in Lebensgefahr schwebte und ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Über seinen heutige Gesundheitszustand ist nur wenig bekannt.

Für seine herausragenden internationalen Erfolge als Sportler sowie sein soziales Engagement erhält er nun zehn Jahre nach seinem Karriereende eine Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen: den Staatspreis.

Formel 1: Michael Schumacher: Stationen seiner Karriere
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Michael Schumacher: Stationen seiner Karriere

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Foto: dpa/Harry Melchert

„Es gibt wenige Menschen in Deutschland, die eine ganze Sportart derart geprägt haben wie Michael Schumacher den Rennsport. Für seine herausragenden internationalen sportlichen Leistungen als Rennfahrer von Weltrang, in Anerkennung seines vorbildlichen sozialen Engagements und für seine Verdienste um sein Heimatland Land Nordrhein-Westfalen verleihen wir Michael Schumacher den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen“, sagt Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Dienstag.

Der Staatspreis ist die höchste Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Er wird in der Regel einmal im Jahr im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an Persönlichkeiten verliehen, die herausragende Leistungen erbracht haben und Nordrhein-Westfalen durch Werdegang und Wirken verbunden sind.

Schumachers Wirken als Sportler und als Unterstützer der guten Sache strahle weit über die Grenzen seiner Heimat Nordrhein-Westfalen hinaus. „Sein Talent und sein unbändiger Fleiß haben Michael Schumacher zu einem außergewöhnlichen Rennfahrer und zum Helden von Millionen Fans gemacht – zunächst in Deutschland und mit dem Wechsel in das ikonische Rot des Ferraris auch in Italien, Europa und der ganzen Welt. Als Mensch hat er nie die Bodenhaftung verloren und immer seine Mitmenschen im Blick behalten. Ohne, dass es ihm wichtig gewesen wäre, ist er durch diese ausgeprägte Charakterstärke und seine sportlichen Erfolge zur lebenden Legende geworden. Bis heute gehört er zu den herausragenden Persönlichkeiten der weltweiten Sportgeschichte und bleibt Vorbild für Viele“, begründet Wüst die Entscheidung.

Als Sonderbotschafter der Unesco habe sich Michael Schumacher zudem über viele Jahre für Kinder in Not stark gemacht. Einen großen Teil des Privatvermögens hätten er und seine Familie für wohltätige Zwecke gespendet.

Der Staatspreis soll am 20. Juli in der Motorworld Köln übergeben werden. Schumachers Frau Corinna Schumacher und seine zwei Kinder Gina und Mick Schumacher werden den Preis laut der Mitteilung der Staatskanzlei entgegennehmen. Jean Todt, Schumachers einstiger Teamchef bei Ferrari und langjähriger Wegbegleiter wird die Laudatio halten. Zusammen mit Todt, der Schumacher zu Ferrari holte, gewann der Kerpener fünf seiner sieben WM-Titel.

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