Formel 1: Max Verstappen verteidigt Manöver gegen Lewis Hamilton

Formel-1-Rambo: Verstappen verteidigt Manöver gegen Hamilton

Formel-1-Pilot Max Verstappen hat Kritik an seinem Fahrstil und dem folgenreichen, gescheiterten Überholmanöver in Bahrain gegen Weltmeister Lewis Hamilton erneut zurückgewiesen.

"Warum sollte ich etwas ändern? Ich habe nichts falsch gemacht. Ich habe nur versucht, ein Auto zu überholen. Das ist Racing, das ist alles. Ich weiß nicht, warum das so ein großes Thema ist", sagte Verstappen vor dem Großen Preis von China am Sonntag (8.10 Uhr/RTL).

Der 20 Jahre alte Red-Bull-Pilot hatte zu Beginn des zweiten Saisonrennens am vergangenen Sonntag bei einem Überholversuch seinen linken Hinterreifen am Mercedes von Hamilton aufgeschlitzt und fiel anschließend aus. Der Brite bezeichnete Verstappen in der Hitze des Gefechts als "Schwachkopf" und kritisierte wenig später "unreife Entscheidungen" Verstappens.

Der Niederländer verteidigte sich am Donnerstag in Shanghai. "Es war nichts Verrücktes oder Riskantes. Manchmal klappt es, manchmal nicht", sagte Verstappen, der seit dem Vorfall nach eigenen Angaben nicht mit Hamilton gesprochen hat. "Vielleicht werden wir sprechen. Das hängt davon ab, ob es wirklich nötig ist", sagte Verstappen, der seinerseits den viermaligen Weltmeister kritisierte: "Es ist einfach, dem jüngeren Fahrer die Schuld zu geben. Für mich gibt es keinen Grund, etwas zu ändern."

Nach dem Doppelausfall von Bahrain peilt Verstappen mit Red Bull in Shanghai ein Top-Ergebnis an. "Es ist immer das Ziel, Punkte zu sammeln. Wir sind hier, um das Rennen zu gewinnen oder auf das Podium zu kommen", sagte er.

Hamilton ging am Donnerstag nicht weiter auf die Aussagen Verstappens ein. "Ich habe großen Respekt vor Max. Er ist ein sehr talentierter Fahrer. Ich war in seinem Alter in einer vergleichbaren Situation, es ist ein Lernprozess", sagte er. Zugleich betonte Hamilton, wie wichtig es sei, dass "der Respekt unter den Fahrern erhalten bleibt. Das ist wichtig."

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(sid)