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Formel 1 I Corona-Krise: Rennen in Belgien Ende August steht auf der Kippe

Formel-1-Kalender durcheinander gewirbelt : Rennen in Belgien Ende August steht auf der Kippe

Die Corona-Krise wirbelt den Kalender der Formel 1 weiter durcheinander. Aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen wird wohl auch der Große Preis von Belgien nicht wie geplant stattfinden können.

Die Coronakrise wirbelt den Kalender der Formel 1 weiter durcheinander. Das für den 30. August angesetzte Rennen in Spa kann nicht wie geplant stattfinden, weil auch in Belgien vonseiten der Politik sämtliche Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten sind. Dies bestätigte der Veranstalter am Donnerstag.

Man prüfe nun alle Optionen, sagte Vanessa Maes, Managerin des Grand Prix, der Nachrichtenagentur Belga: "Verschiebung, ohne Zuschauer oder Absage. Niemand kann sagen, wie es in viereinhalb Monaten sein wird."

Am Saisonauftakt in Australien im März hatten die Veranstalter lange festgehalten - erst kurz vor Beginn des ersten Rennwochenendes folgte doch noch die Absage. Mittlerweile sind neun der 22 Rennen abgesagt oder verschoben. Um als Weltmeisterschaft gewertet zu werden, müssen mindestens acht Rennen gefahren werden.

Am Plan, die Saison am 28. Juni in Frankreich zu beginnen, wird man wohl nicht festhalten können. Staatspräsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich verlängert, Veranstaltungen "mit großem Publikum" sind bis Mitte Juli verboten. Die Veranstalter des Grand Prix wollen "in den kommenden Tagen kommunizieren", was die neuen Ankündigungen für das Event bedeuten, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Auch der Lauf in Monza am 6. September ist fraglich. "Wir bräuchten ein Wunder: Wir erleben eine Phase großer Ungewissheit und wir müssen mit größter Umsicht handeln", sagte Angelo Sticchi Damiani, Vizepräsident des Automobil-Verbandes FIA und Veranstalter des italienischen Grand Prix, im Interview mit der Gazzetta dello Sport: "Wir müssen begreifen, wie sich die Lage in den Ländern entwickelt. Wir können uns keine Fehler mehr wie in Australien erlauben, als das Rennen abgesagt wurde, als die Menschen im Autodrom waren. Es wäre ein Desaster wenn wir neu starten und die Formel 1 wieder stoppen müssten."

(dpa/old)