Formel 1 2018: Lewis Hamilton fährt Bestzeit, Sebastian Vettel auf Rang vier

Großer Preis von China: Hamilton fährt Bestzeit, Vettel auf Rang vier

Der Große Preis von China wird wohl zum erneuten Duell der Top-Teams Mercedes und Ferrari: Bereits am ersten Trainingstag lieferten sich Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel ein enges Duell, aus dem der Brite (noch) als Sieger hervorging.

Hamilton sorgte in Shanghai am Freitag in 1:33,482 Minuten zwar für die Bestzeit im Mercedes, blieb aber nur rund eine Zehntelsekunde vor dem viertplatzierten Heppenheimer im Ferrari (+0,108 Sekunden).

In Euphorie brach Vettel angesichts eines schwächeren ersten freien Trainings aber nicht aus. "Ich denke, wir können uns noch steigern. Ich bin noch nicht ganz glücklich mit der Balance", sagte Vettel: "Hier und da zwickt es noch ein bisschen. Es wird auf jeden Fall schwer, aber wenn wir drankommen, wird es sehr eng."

Wie eng die Silberpfeile und das Traditionsteam aus Maranello offenbar beieinander liegen, zeigten die Zeiten von Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas: Räikkönen blieb im Ferrari als Zweiter nur sieben Tausendstelsekunden hinter Hamilton. Sein finnischer Landsmann Bottas im Mercedes belegte mit einem Rückstand von 0,033 Sekunden den dritten Rang.

In Reichweite lag Max Verstappen im Red Bull (+0,341), der Niederländer steuerte seinen Boliden auf den fünften Rang. "Wir hatten keine großen Probleme, soweit ist alles gut. Wir werden im Rennen wettbewerbsfähig sein", sagte Verstappen.

Auf Mercedes lastet in China der größte Druck. Nach zwei enttäuschenden Rennen in Australien und Bahrain ist ein Sieg im WM-Kampf fast Pflicht. Zuversicht können die Silberpfeile aus der Vergangenheit schöpfen: Der Shanghai International Circuit ist in der Turbo-Hybrid-Ära seit 2014 eindeutig in Mercedes-Hand. Das Werksteam gewann die vergangenen vier Ausgaben, Hamilton ist mit fünf Siegen zudem Rekordsieger in Shanghai. Die Erwartungen bei Mercedes sind entsprechend hoch und nicht unbegründet. Die Strecke kommt den Stärken des Silberpfeils entgegen und kaschiert zugleich seine Schwächen.

Noch im ersten freien Training war der Unterschied zwischen den Top-Teams größer. Hamilton lag klar vor Vettel und Co., allzu viel ließ sich aus dem Ergebnis aber nicht ableiten. "Das kann man überhaupt nicht werten", sagte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei n-tv.

Der starke und böige Wind bereitete vielen Piloten Probleme. Zahlreiche Fahrer leisteten sich Dreher. Neben Verstappen, der im Kiesbett landete, erwischte es im ersten freien Training auch Hamilton. Beide Piloten brachten ihre Autos aber sicher in die Box. Wie aussagekräftig die Trainingszeiten sind, bleibt indes abzuwarten. Für das Rennen am Sonntag (08.10 MESZ/beides RTL) sind deutlich höhere Temperaturen prognostiziert. Gegen Ende des zweiten freien Trainings am Freitag setzte leichter Regen ein.

Erstmals ernst wird es im Qualifying am Samstag (08.00 MESZ), wenn die Startaufstellung ausgefahren wird. Vettel kämpft nach den Erfolgen in Australien und Bahrain in Fernost um seinen dritten Saisonsieg.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Großer Preis von China: freies Training

(dpa)
Mehr von RP ONLINE